Forschungsgemeinschaft elektronische Medien e.V.

Ü-Wagen Blogarchiv

The Colour of Sound

Es ist Sonntag und schon geht es weiter mit der Verbreitung von bunten Bildern rund um den Globus. Doch wie sonst schlagen wir uns dieses Wochenende zwar auch damit um die Ohren aber nicht mit nur einer Veranstaltung. Nachdem wir gestern noch am anderem Ende der Stadt ein Boxturnier übertragen haben, steht für heute Kontrastprogramm auf dem Plan: ein gemütlicher Konzertabend im BC-Club. Auf der Runningorder stehen für heute Ghost Trains und The Anatomy of Frank, zwei Bands vom nordamerikanischen Kontinent.

Das technische Setup ist wenig spektakulär, es gleicht dem von den nur einige Wochen zurückliegendem Campus Noir an dieser Stelle. Vier Kameras sind angedacht und drei davon sind dank Triax Anschluss auch fix durch ein Fenster im Backstagebereich einsatzbereit. Betsy steht dieses mal ein wenig weiter vorne so das wir weniger Hindernisse wie Hauseingänge oder Clubeingang zu überbrücken haben. Ton zweigen wir uns wieder elegant vom Tonpult im Club ab, wozu es Dank digitalen Multicore Bus nur ein einzelnes Cat.5 Kabel benötigt. 

Der größte Aufwand ist der Stromanschluss, da die Einzige passende Starkstromdose auf der gegenüberliegenden Seite des Blockes im Betriebsraum liegt.
Heute kommen wir auch mit ein wenig weniger Personal aus, es sind mit Sechs Mann eine Person weniger als am Vortag am Start. Und dank der mittlerweile vertrauten Lokalität können wir mit dem Aufbau an sich auch erst am späten Nachmittag gegen 17Uhr beginnen. Bis auf unsere Gegenschusskamera im Truss ist auch alles fertig zum Einlass und der letzte Feinschliff kann beginnen. Leider schafft es unser Einsatzteam nicht bis zum Beginn die Reversekamera bzw. besser gesagt den benötigten Formatwandler richtig einzustellen so das das Signal bis zum Ü-Wagen gelangt.
Dann ist es soweit die erste Band legt los und schafft es erst einmal uns und auch das Publikum zu irritieren. Statt der erwarteten beiden Künstler steht nur die  eine Hälfte der Ghost Trains auf der Bühne. Sein Mitstreiter hat wohl eine Erkältung danieder gestreckt so das er nicht auftreten kann. Aber trotzdem schafft er es mit seinem sanften Singer/Songwriter Liedern das Publikum zu unterhalten. Auch die Kollegen der Nachfolgenden Band unterstützen ihn gegen Ende dann noch tatkräftig indem sie spontan auf die Bühne steigen und ihn begleiten.

Nach einer kurzen Pause betreten nun The Anatomy of Frank die Bühne. Und Bilden mit ihrer vierköpfigen Besetzung einen ganz anderen Anblick. Das Spektrum der Instrumenten umfasst neben normalen Konzertgitarren auch ein Banjo, ein Akkordion, ein Xylofon und diverse Rhythmusinstrumente. Wie schon bei der ersten Band kämpfen wir vor allem mit der stark schwankenden Beleuchtung auf der Bühne an diesem Abend. So werden die Künstler meistens in recht monochromatische Lichtstimmungen getaucht, die es aber immer wieder erfordern unsere Kamerazüge neu anzupassen um die Bilder nicht zu seltsam erscheinen zu lassen. Dennoch sind wir mit den Bildern meistens zufrieden und durch die große Auswahl an Bandmitgliedern und  Instrumenten können wir auch sehr viel schöne Spielereien an Bildausschnitten und Schärfefahrten vornehmen.
Nach knapp anderthalb Stunden und zwei Zugaben ist dann auch erstmal Schluß was das musizieren angeht. Immerhin ist Sonntag und der Club muß auch an die restlichen Bewohner des Wohnblockes denken. Während des kurzen zügigen Abbaus kommen wir noch kurz ins Gespräch mit der band und erfahren so das sogar die Eltern der Band in Übersee unseren Stream gesehen haben. Und so war es mal wieder ein erfolgreicher gemütlicher Abend an dem wir, das Publikum und auch die Band alle auf ihre Kosten gekommen sind. Und neben dem eigentlichen Event heute brodeln im Hintergrund auch schon Ideen unsere Konzertreihe beizubehalten und als festeren Bestandteil unserer Broadcast und iSTUFF Bemühungen aufzunehmen. Ihr könnt also gespannt sein was dort auf euch zukommen wird ;) 

Einmal amtlich auf die Fresse

Samstag morgen, die Uhr zeigt 7Uhr früh, SIEBEN UHR. Wir biegen am Helmholtzring ein und gabeln vor der Uni-Bibliothek den letzten Mitstreiter des Vorrauskommandos auf. Aus irgendeinem Grund ist er trotz der gefühlt mal wieder viel zu kurzen Nacht in diesem unausstehlichem gute Laune Modus so das man die Hauptattraktion des Tages am liebsten doch gleich mal an ihm ausprobieren möchte. Aber irgendwie schafft er es dann doch damit anzustecken. Wir biegen in die Langewiesener Straße und kurz darauf in die Krankenhausstraße nachdem wir den Stollen hinter uns gelassen haben. Und schwubs sind wir auch schon am Ort des Geschehens des heutigen Tages: der Ilmsporthalle. Hier erwartet uns ein vollkommen neues Kapitel der FeM Sportübertragungsgeschichte, nämlich der 2te Pokal der Stadt Ilmenau im Boxen. Den der Boxclub Fortuna Ilmenau hat uns und die Sportler eingeladen.
Das Turnier beginnt zwar erst um 14Uhr aber die fleißigen Helfer müßen jetzt schon damit beginnen den Boxring in der Multifunktionsturnhalle au zu bauen. Und genau aus dem Grund haben auch wir uns schon aus den weichen Bettchen heraus gequält da nun noch die Chance bestünde das ganze etwas kamerafreundlicher zu platzieren. Auch wollen wir einig letzte Details wie Lange des Stromanschlusses, den Standplatz des Fahrzeuges jetzt noch fix vorm zusammenpacken des Materials am Campus abklären.
Und  Da wir weder Leute haben die diesen Sport selbst treiben, noch euphorische Boxfans sind betreten wir hier Neuland für uns. Deshalb ist es auch von Vorteil jetzt schonmal ein Gefühl dafür zu bekommen wie am Ende die Dimensionen in der Halle, des Rings und des Geschehens drumherum aussehen könnten.

Nach einer guten Stunde sind wir wieder in den Dungeon des FeM Offices zu Gange und gönnen uns erst einmal ein kleines Frühstück und den ein oder anderen Kaffee oder Tee zum munter werden. Frisch gestärkt geht es dann auch sogleich ans Einladen der Ausrüstung. Mit dem Laderaum im Ü-Wagen und einem geräumigen Kombies lassen sich bequem alle Utensilien verstauen. Ein weiteres Fahrzeug ist befüllt mit den restlichen Mitgliedern des Einsatzteams. Insgesamt werden wir mit Sieben Leuten vor Ort sein.

Erneut angekommen geht es auch schon ans aufbauen. Die Kabelwege sind recht kurz da wir Betsy direkt an einem der Eingänge der Halle parken können. Wir platzieren uns mit 6 Kameras in ungewohnter weise um den Kompletten Ring. Wir haben uns dazu entschlossen das jede der Ringecken von einer bedienten Kamera abgedeckt werden soll. Zusätzlich gibt es noch eine mobile Kamera am Ring und ein Totale. Ebenfalls neues probieren wir  mit der Mikrofonierung aus. Hier liegt der Fokus darauf das wir mehr Details in die Mischung bekommen können. So gibt es ein Batterie Mikrofone die das Schiedsgericht abnehmen. Richtrohre die die beiden Ecken in den Pausen abdecken und zusätzlich noch einen Kommentatorenplatz. So lassen sich zum Beispiel die Anweisungen der Trainer an ihre Schützlinge während der einzelnen Runden für die Zuschauer einfangen.
Der Aufbau gestaltet sich unproblematisch und so kommen wir sogar noch vor den ersten Kämpfen dazu einige Punkte unsere ToDo Liste für den Ü-Wagen abzuarbeiten. Wir spielen unter anderem neue Software für unser Quadsplitts ein die es uns fortan erlaubt Labels auf die einzelnen Bilder zu legen.

Am Nachmittag startet dann mit einiger Verzögerung das Turnier, leider haben einige der Kämpfer sich nicht dafür begeistern lassen das ihr Kampf übertragen wird. Und so müssen uns darauf Konzentrieren das wir diesem Wunsch auch nachkommen. In diesen Pausen gibt es dann nur ein bisschen Eigenwerbung in Form einer Nahaufnahme unseres Banners und ein Infografik das es bald weitergeht.
An Kämpfen wartet das Turnier mit der vollen Bandbreite an Klassen auf so dass am Ende vier verschieden Rundenzeiten vorkommen können. Die jüngsten in der Kadettenklasse stehen sich 3 mal eine Minute im Ring gegenüber. In der höchsten Klasse des Tages bei den Männer sind es dagegen 3 mal 3 Minuten. Die Kämpfe sind also deutlich kürzer als Profikämpfe, das gleicht sich aber durch in deutlich erhöhtes Kampftempo mehr als aus.
Insgesamt stehen 31 Partien auf dem Plan für Heute. Doch genau hier liegt der Hund begraben, denn dieser Plan ist nicht so in Stein gemeißelt wie wir anfangs glaubten. Mehrmals am heutigen Tag sollen wir vom Organisator neue Listen herein gereicht bekommen. Einer der Gründe liegt darin das es eine gewisse Tauschkultur gibt, damit zum Beispiel von Weiter weg aus der Republik angereiste Verein früher wieder den Heimweg antreten können. Immerhin sind wir aber nicht die einzigen dadurch verwirrt sind. Den beteiligten innerhalb der Hall geht es da ähnlich. Und so wird es zu einer echten Tagesaufgabe den Überblick über den gerade stattfindenden Kampf und ob wir diesen zeigen dürfen oder nicht zu behalten. Außerdem brauchen wir ja auch für da Schneiden der einzelnen Begegnungen hinterher eine exakte Reihenfolge. Nach einer Weile sind wir dann aber an alle Stellen eingespielt und schaffen es das geschehen koordiniert ins Netz und auch in die lokalen Kabelnetze zu senden.

Neben einigen Größen aus der lokalen Politik wie den Oberbürgermeister und der Landrätin die sogar ein paar Worte für unser sPITV Team parat haben, wuseln auch etliche Nachwuchssportler in der Halle herum. Diese sind sichtlich beeindruckt von all unseren Kameras und dem Ü-Wagen und so ergibt es ich im laufe des Tage das wir neben von der reinen Motivkulisse für Schnappschüsse auch zum Mitmachfernsehen werden. Teilweise werden unsere Kameraleute von einem halben Dutzend der aufgeweckten Dreikäsehochs umlagert. Aber die pfiffigen Schüler werden von diesen kurzerhand rekrutiert und nach ein kleinen Einweisung werden sie unter dem wachsamen Augen der FeM'ler zu Kamerakindern. Mit leuchtenden Augen sieht man wie sie sie darum reißen einmal filmen zu dürfen. Manchmal sind es so viele das wir sogar kleine Streitigkeiten unterbinden müssen.
Gegen 20:30 ist es dann geschafft die Glocke ertönt zum letzten mal und das Turnier ist vorbei. Fix raffen wir uns im dunklem der Nacht unsere Technik zusammen und verladen alles sicher für den Transport auch wenn wir nur eine kurze Strecke vor uns haben. Wir schaffen es gegen dreiviertel Zehn wieder zurück zu sein und bestellen erst einmal etwas zum Abendessen. Zwar wurden wir vor Ort in der Halle schon gut versorgt aber dennoch macht ein solcher Tag mit seinen unzähligen kurzen und langen Gängen hungrig. Außerdem gibt uns dies noch die Gelegenheit beim gemütlichen Zusammensein neben der gewohnten Manöverkritik auch nochmal die letzten Details für das nächste Event zu besprechen, da dieses Wochenende ein Doppelfeature ansteht. Denn in schon in 16 Stunden beginnt alles von vorne denn wir werden im BC-Club erneut einen Musikabend streamen. 

What should we do with all those Ersties?

Nachdem dem Ereignisreichen Sommer für unsere übertragungswütigen Broadcastler und iSTUFFler war es nun wieder so weit. Die Erstiewoche stand an in Ilmenau und auch wir versuchten unser Bestes um all den Neuankömmlingen an der Uni Spaß an den Vorzügen des Vereinslebens zu machen. Neben Auftritten zum Kennenlerngrillen, der Stadtralley und der Vereinspräsentation, lag dieses Jahr das Hauptaugenmerk vor allem auf dem Workshopday.

Unsere Idee klang recht simpel zusammen mit den Funkern vom anderem Ende des Blockes wollten wir mit einen eigens dafür organisierten Radiokonzert den Leuten einen unterhaltsamen Nachmittag mit Live-Streaming bieten. Nachdem wir dank der Baracke 5 schnell und unkompliziert sowohl eine geeignete Location und eine fünfköpfige Band am Start hatten, galt es zu erst im Vorfeld Teilnehmer zu begeistern. Doch zur offiziellen Einschreibung während der Vereinspräsentation im Humboldt Foyer staunten wir nicht schlecht das der Workshop als erstes voll war und sogar noch 10 Leute mehr am nächsten Tag am Start waren als wir offiziell Plätze angeboten hatten. Aber für alle die sich bei der Gelegenheit noch nicht ausprobieren konnten stehen ja auch schon unsere bewährten Schnupperwochenenden in den Startlöchern am 23/24ten Oktober und am 14/15ten November!

Durch diese positiven Nachrichten angespornt begann das werkeln am Freitag Mittag. Unser Konzept sah ursprünglich vor, dass der Workshop aus einer kurzen Erläuterung der einzelnen Positionen gefolgt von zwei Musikblöcken der Band "Wurst" und einem Interviewteil dazwischen bestehen sollte. Aufgrund des überwältigenden Teilnehmerstroms blieb uns aber leider nichts anderes übrig, als die Gruppe in zwei Teile zu spalten.
Und so zog die eine Truppe zu erst zu uns und unserem Ü-Wagen an die Baracke, während die zwote Hälfte im Funk einen Crashkurs in Beitragsgestaltung bekam.
Leider entstand durch diese spontane Änderung einiges an Chaos, so dass es statt dem angestrebten gemeinsamen Workshop eher nach zwei separaten Veranstaltungen aussah. So entfielen die geplanten Interviews komplett.
Um allen Erstsemestern auch einen interessanten Job bereit zu stellen, ließen wir uns beim Aufbau nicht lumpen und platzierten 6 Kameras um und auf der kleinen Bühne. In Herzen unserer Betsy gab es die Positionen des Bildmischers, des Tonmeisters, der Bildregie und auch einen kleinen Einblick in die Bildtechnik zu besetzen. Neben dem ersten Vorgeschmack was es alles so an Dingen zu beachten und zu bedenken gibt, bei einer solchen Bandaufnahme, unterhielten wir unsere Interessenten nach bestem Wissen und Gewissen und versuchten mit vielen Anekdoten und Erfahrungen aus früheren Produktionen zu begeistern - und so vielleicht auch das leider sehr schlechte ilmenauer Regenwetter mit guter Laune zu vertreiben.

Es bleibt vor allem trotz aller Widrigkeiten und Missverständnisse bei der Organisation des Events das gute Gefühl übrig das wir vielen jungen Menschen mit dem Virus Fernseh- und Videoproduktion anstecken konnten und warten gespannt wann das Fieber bei ihnen ausbricht um gemeinsam mit ihnen viele schöne, unterhaltsame Sendungen und Beiträge auf die Beine zu stellen. 

8 Bands... Drei Clubs... Ein schwarzer Campus und 8 Stunden Livestream

Winter is coming! Aber anders als im bekannten TV Zitat erwartet wir in Ilmenau nicht eine unaufhaltsame Macht aus dem hohen Norden, sondern freuen uns auf das bevorstehende Wintersemester. Doch kurz bevor dieses losgeht steht noch ein ganz besonderes Kleinod der ilmenauer Campuskultur auf dem Plan. Denn die Nächte um den 25tn und 26tn September stehen ganz im Zeichen der schwarzen Kultur. Denn der Campus Noir feiert sein fünfjähriges Jubiläum und zieht damit wieder magisch allerhand interessierte der schwarzen Szene überall aus den Lande an den Rand des Thüringer Waldes.

 

Nachdem wir uns letztes Jahr bereits an der Aufzeichnungg in der ilmenauer Jakobuskirche beteiligen konnten, freuten wir uns natürlich sehr als die Organisation der Studentenclubs uns auch dieses Jahr fragte ob wir uns eine Mediale Umsetzung des Abends vorstellen könnten.

 

Und da einige von uns immer noch nicht genug bekommen können vom Broadcasten fragten wir dreist zurück ob wir es gestemmt bekommen alle Konzerte live in die ganze Welt hinauszutragen. Die Idee zündetet sofort beim Orgateam und man klemmte sich dahinter die Genehmigungen der Bands einzuholen.

 

Wir begannen schon mal mit der üblichen Suche nach Helfern und technischen Lösungen. So galt es als eine der Kernfragen zu klären welcher Club wie und von wo aus ins Internet gestreamt werden würde. Nach einigen hin und her entschieden wir uns für zwei separate Regien. Unseren Ü-Wagen parkten wir vorm C-Club und ließen Betsy dort die Konzerte vom Freitag, Samstag und die Feuershow im Außenbereich produzieren.

 

Die Auftritte der Künstler im H und I Club wurden kurzer Hand mit einer kleinem im Konferenzraum des FeM-Office heraus geschnitten und gestreamt. Auch das Umschalten zwischen den verschiedenen Streams erfolgte hier zentral. Die nötige Verkabelung wurde direkt hergestellt, was sich beim BI-Club, der nur einen Steinwurf entfernt ist, ja nicht sonderlich kompliziert gestaltete. Eine etwas kniffligere Angelegenheit war die Anbindung des BH-Clubs da der geliehene Bildmischer "nur" HD-Signale verarbeiten konnte. Durch die höheren Frequenzen des Signals führt natürlich zu einer höheren Dämpfung im Kabel und damit zu geringerer Reichweite. Und so nehmen die Beiden Kamerasignale den Weg vom H aus ins Kellerfenster des kleinen hsf Studios wo sie durch eine Kreuzschiene verstärkt werden und dann durch die zwischen Funk und FeM liegende A/V-Verkabelung in den Konferenzraum zu gelangen.

 

Am Freitag beginnen die Vorbereitungenn im BC-Club gemütlich am Nachmittag, fast schon enttäuscht stellt derTagesverantwortlicheh fest das der Ü-Wagen nach 5min schon fertig zur Abfahrt ist. Am C angekommen ist eines der größten Probleme erst einmal die Organisation von Strom. Die beiden Außensteckdosen scheinen nicht zu funktionieren und so greifen wir mit den Clubeiern auf die Steckdosen in der Telefonzelle zurück. Das Problem dabei ist nur das hier das Vorhängeschloss verwittert ist und es trotz passenden Schlüssels sich nicht öffnen möchte. Aber mit einem kurzen auf kreischen des Trennschleifers ist auch dieses Hindernis bald bewältigt.

 

Der Club wird von uns mit 4 Kameras bestückt was auch das äußerste der Gefühle ist was wir an Platz ab zwacken können, denn wie immer sollen die Gäste der Konzerte ja so wenig wie möglich durch unsere Arbeit gestört werden. So kommt kurzer Hand einer Kamera auf die Bühne, eine ans Fenster davor und eine Totale vor die DJ-Ecke. Die Vierte Kamera ist eine Miniaturkamera die uns einen Blick über die Band Richtung Publikum beschert. Ton gibt es dank Digitalen Tonbus direkt vom Pult im Club so viele Spuren wie unserer spontan vom hsf entliehener Tonmeister haben möchte.

 

Die Bands des heutigen Abends sind mit Ochre Room und Myyra Rós musikalisch eher von der ruhigeren Sorte und auch der komplett ausverkaufte Club bietet uns so selber ein entspanntes Testfeld um kleinere Fehler zu finden und zu bekämpfen. Und so haben wir nach einem sehr unterhaltsamen Programm erst richtig Blut geleckt für den großen Stunt am nächsten Tag.

 

Am Samstag geht es zu erst damit los die Verkabelung im BI und BH-Club zu verlegen. Was sich etwas hinzieht da das ganze ja vor allem so sicher platziert seinen muss das sämtliche Stolperfallen ausgeschlossen sind. Auch die kleine Regie im Konferenzraum gilt es noch aufzubauen und zusammen zu stöpseln. Hier ist die Herkunft des Tons schon interessanter. Wir bekommen in beiden Clubs eine Stereosumme die wir über das Videosignal eingetütet mit auf Reisen schicken.

 

Beim C-Club stehen danach vor allem die Vorbereitungen für die Übertragung der Feuershow im Außenbereich an. Wir haben uns dazu entschlossen das wir sämtliche Kabel bereits vorher verlegen und dann zum Event nur noch fix die Kameras zu ihren Positionen tragen müssen. Von den Perspektiven her können wir uns hier frei austoben. So wandert eine Kamera auf unseren liebgewonnenen Kran, der so langsam eine Namens taufe bräuchte, eine weitere wagt sich dicht ans Geschehen und die Dritte begibt sich noch höher hinaus und positioniert sich auf der Feuerleiter des Haus G. Alles steht und ist soweit getestet. 10Min vorher taktischer Standby.

 

Los geht der Reigen der bunten Bilder mit BrigittyHandley im I-Club. Im Wagen schauen wir uns das ganze auf unserer Videowall an und warten auf unseren Einsatz im Anschluss.

 

Doch dann eine Kleine Schrecksekunde jemand hat die Speicherkarten vom Abend zuvor im Office liegen lassen. Doch nach ein paar bangen Warteminuten, kann der Springer sich leicht außer Atem in die MAZ im Kofferraum stecken und pünktlich zum ersten Song auf Aufnahme Drücken. Und schon Wind wir mit Date at Midnight in der zweiten Band des Abends. Und schon jetzt merken wir das die Clubs wesentlich voller sind als am Abend zuvor. Alles läuft aber bisher reibungslos. Schöne Bild und die Kommunikation läuft gut. Nach guten 70 Minuten geben wir ab in den BH-Club wo mit Klangstabil einer der bekanntesten Acts des Tages zu seinem elektronischen Programm eingeladen hat. Während dort also die Bässe durch das Publikum wandern, gilt es für die Crew am C die Feuerdarbietung vom Haus G und E vorzubereiten. Fix müssen die Kameras auf Position getragen und angeschlossen werden. Die Kamera für den Kran haben wir uns aus dem I-Club entliehen. Schneller als gedacht geht es dann auch los. Und die Freaks on Fire machen ihrem Namen alle Ehre. Eine Feuerakrobatik jagt die nächste und lassen das normale Feuerspucken fast schon langweilig wirken. Leider passiert uns hier der offensichtlichste Schnitzer des Abends da vergessen wurde den Sternchenfilter aus den Kameras auszuklappen. Leider haben die Kameras keinen Rückkanal und so steht derjenige der wüsste wo man ihn ausschaltet auf der Feuerleiter zum schweigen verdammt. Aber dieser Fehler verpufft im Abschluss der Show mit ihrer mehreren Meter hohen Feuerwand.

 

Doch nun kommt die größte Herausforderung des Programms der rasche Rückbau der Kameras in den Club. Leider kommt die Kamera von der Feuerleiter hier zu spät, da sie das Ende der Show auf der Intercom nicht mitbekommen hatte und der abstieg in tiefschwarzer Nacht auf der löchrigen Wendeltreppe doch länger dauerte als erwartet. Dadurch fällt Kamera 2 vor der Bühne nun aus, was die Möglichkeiten an Bildern doch stark begrenzt. Trotzdem macht die Übertragung von Still Patient die gerade auf Releasetour sind viel Spaß im Team.

 

Vor ähnlichen Problemen steht auch der Trupp im BI die nachdem sie ihn eröffnen durften nun auch die Ehre haben den Abend zu beenden. Mit der Band Other Day. Aber auch hier gestaltet sich das wieder einnehmen der Positionen als schwierig. Der Club ist schlicht zum brechen voll. Außerdem hat es eine der Koaxialleitung zerlegt. Aber wir machen das Beste aus den Mitteln und beenden den Abend kurz vor 2Uhr von der Übertragungsstechnischen Seite.

 

Während der I noch sendete kümmerte sich der Rest der Crew schon fleißig um den Rückbau von H und I. Und so ist sämtliche Technik gegen halb dreiviertel Drei auch wieder im Office verstaut. Bis auf Betsy die wir bei den Feuchtkalten Wetter dann doch über Nacht lieber mit laufender Klimaanlage geschützt am Club verweilen lassen und erst am nächsten Tag zurück nach hause fahren.

 

Am Ende bleibt das Gefühl das wir mal wieder verdammt stolz auf uns seinen können. Wir haben etwas neues gewagt und die gesamte Mannschaft hat an einem Strang ziehend dafür gesorgt das es funktionierte. Und vor allem hatten alle einen Riesenspaß dabei, so das der enorme Arbeitsaufwand der Aktion niemanden wirklich aufgefallen sind.

 

Und so stellen wir nach fast genau einem Jahr Ü-Wagenbetrieb fest das es sich gelohnt hat die Hürden zu nehmen die diesem Projekt im Wege standen und freuen uns gleichzeitig auf all die wundervollen Events die wir mit unserer Betsy noch bestreiten werden in Zukunft. Vielleicht seid ja auch ihr als neue Erstsemester die sich auf diesen Einsatzblog verirrt haben schon beim nächsten mal mit dabei und könnt dann eure ganz persönliche Ü-Wagen Geschichte erzählen. ;-)

Visionen in der Festhalle

Was tun wenn sich der Sommer dem Ende neigt der Stress des voll gepackten Prüfungszeitraum sich verzogen hat und nun nur noch die erholsame Pause bis zur nächsten Vorlesungszeit in den ersten grauen kalten Oktobertagen? Warum nicht hier und da mal neue Weg beschreiten im Verein? Der aufmerksame Leser unsere Ü-Wagen-Eskapaden mag sich noch an Ende Mai erinnern wo wir das Pentatones Konzert im Stadtgarten übertragen haben. Und einen entscheidenden Teil des Klangbildes an diese Abend stammte aus den mannigfaltigen Instrumente der sie begleitenden STÜBAPhilharmonie.
Da uns dieses Konzert besonders im Gedächtnis geblieben ist, waren wir erfreut zu sehen das sich das Orchester ein zweites Stelldichein in Ilmenau gab. Unsere Neugier war geweckt und nachdem klar war das sich genug Leute bei iSTUFF dafür begeistern ließen, brauchten wir nur all unseren Mut zusammennehmen und mit ein paar beherzten Anrufen beim STÜBA hatten wir auch die Zusage des Orchester das wir ihren Abend aufzeichnen durften.

 

Nach einigen fernmündlichen Planungen innerhalb des Teams, schlugen wir am Sonntag Mittag mit einem groben Plan und vielen Fragezeichen was uns nun genau erwarten würde. Etwas unbeholfen treten wir so in die Festhalle ein und sind erst einmal erblindet, denn draußen herrscht strahlendster Sonnenschein des mollig warmen August. Aber ein paar mal zwinkern später und unsere Augen sehen wieder halbwegs klar. Und können erst einmal vorstellig werden.
Ein paar kurze Gespräche ist das erste überrumpelt sein der Orchesteraufbauhelfer auch verflogen und wir haben die meisten Standortfragen für unser Equipment geregelt. Im Vorfeld haben wir uns bereits auf ein Setup mit 6 Kameras entschieden. Fünf davon sind im klassischen Halbkreis vor der Bühne angeordnet, während die letzte Kameras sich auf der Bühne versteckt und uns so eine bunte Mischung aus Motiven von der Gegenüberliegenden Seite des Geschehens beschert.
Das verkabeln an sich ist in der uns gut vertrauten ilmenauer Festhalle keine sonderlich große Hürde so fällt es auch kaum ins Gewicht das zu unseren normalen EB-Camcordern jeweils 3 Kabel ihren Weg finden müssen. In alten Zeiten haben wir so viele Kabel von Zeit zu Zeit verwendet um die Bestmögliche Signalqualität mit einem YUV-Signal zu erreichen. Doch wozu heutzutage wo doch das voll-digitale "Digitale Komponenten Signal SDI" uns die gestochen scharfe Qualität über eins der bekannten Koaxialkabel liefert. Nun ja nachdem wir früher die reine Bildqualität durch mehr Kabel verbesserten, treiben wir den Aufwand heutzutage um die Qualität der Produktion zu verbessern. Durch das zweite Kabel erhalten unsere Kameraleute eine Audioleitung mit der sie die Anweisungen des Regisseurs und des Bildmischers hören, wodurch wir die Bilder besser koordinieren können und sich kleine Fehler beseitigen lassen bevor sie in die finale Mischung gelangen. Das mag erstmal selbstverständlich klingen, doch war dies früher ohne digitale Audiostageboxen und dazugehöriges Mischpult meist ein solch enormer Aufwand, dass er selten betrieben wurde. Und neben der Steigerung in der Qualität erhöht sich so auch indirekt die Sicherheit der Kameraleute, da sie nun hören können was vor sich geht, ob ihre Bilder das sind was der Regisseur möchte und ob sie aktuell auf Programm sind. Das dritte Kabel ist am Ende nur eine schlichte Zweidrahtleitung die ein im Blickfeld angebrachtes rotes Lämpchen speist, sollte die Kamera an der Bildkomposition beteiligt sein. So kann auch bei Problemen mit Lauten Umgebungsgeräuschen oder kaputten Kopfhörern der Kameramann von ruckhaften Bewegungen oder anderen Fehlern bewahrt werden.

 

Während unseres Strippenziehens, Stativ und Kameras durch die Gegend wuchtens machen wir noch ein kleines "Tauschgeschäft". Wir verleihen einen der Bildschirme von unseren beiden Multifunktionsarbeitsplätzen an den Toningenieur des Orchesters und bekommen dafür neben vielen netten Worten eine Stereo Audiosumme an der zentralen Stagebox auf der Bühne. Erleichtert atmet man an der gut einen Meter fünfzig breiten Tonkonsole auf, denn so hat man einen schnellen Ersatz gefunden für das eigene Gerät, was irgendwo zwischen den beiden Auftritten in Weimar und Ilmenau an der falschen Stelle gelandet ist. Nun kann man in Ruhe die Konfiguration des Audio-Setups für den heutigen Abend überprüfen und anpassen.

 

Mit zwei "XLR-Kabeln" bewaffnet gilt es nun unsere Stereospur auch in das Fahrzeug zu bekommen. Das klingt erst einmal nicht besonders schwierig aber die Stagebox steht Zentral zwischen den Orchestermusiker, was eine die komplette Breite der Festhallenbühne einnehmende und in 4 Stufen gestaffelte Konstruktion zwischen dem Ziel und dem Backstagebereich bedeutet.

 

Aber da hilft kein Jammern und kein Wimmern sondern tief Luft holen und Wampe eingezogen und die Kabel einmal untendrunter durchgezogen. Die Aktion klappt noch rechtzeitig vorm großen Einpegel der einzelnen Instrumentengruppen. Für unser Team eine willkommene Pause um in der Sonne nochmal die Beine baumeln zu lassen und ein paar Pizzen zum Mittag zu verdrücken. Leider werden wir dabei immer wieder von hartnäckigen gelbschwarzgstreiften Störenfrieden belästigt.


Nach dieser Pause ist dann langsam auch Zeit etwas aufs Gas zu treten und die letzten Baustellen fertig zu bekommen. So gilt es noch fix den Standort der hinteren Kameras nach oben auf die Empore und die Kabelstränge stolpersicher zu verlegen. Damit im Falle eines Falle nix passieren kann und der Brandschutz gewährleistet ist. Damit steht das Setup auf unserer Seite und es gilt noch fix alles durch zu Testen und ein zu Stellen, an Signal Routing, der Belegung unserer Vorschauwand, Bildparameter etc pp. Das klappt soweit so gut und wir haben noch genug Zeit für ein letztes koordinierendes Teammeeting bevor die Action losgeht. So können auch die Leute noch gebrieft werden die erst später da zustoßen konnten.

 

Zehn Minuten vorher herrscht dagegen fasst gespenstische Ruhe, alle sind auf Position an ihren Gerätschaften. Bei den Gesprächen vor Ort haben wir nur einen groben Überblick bekommen was uns erwarten wird. Neben den um die einhundert Musiker umfassenden Orchester selber wird den Zuschauern und unseren Kameras noch eine weitere Besonderheit erwarten. Auf einer leichten halbdurchsichtigen Stoffbahn, die sogenannte Gaze, vor dem gesamten Bühnenbereich wird nämlich je nach Teil der Komposition eine eigens für das Programm erstellte Videoprojektion die Szenerie in ein ganz besonderes Licht tauchen. Und so verschmelzen im Laufe des gut zweistündigen Programmes die Klänge der Musiker und die Grafiken und Lichteffekte zu einem ganz eigenem Spektakel oder wie es die Künstler selber tauften zu Visionen im Klangraum.Wir sind der weilen hochkonzentriert mit der Auswahl und der Koordinierung der einzelnen Perspektiven, Zoom- und Kamerafahrten beschäftigt um dem Schauspiel auf der Bühne auch im Video gerächt zu werden. Wir freuen uns über die Unmengen an Details die ein solches komplettes Philharmonieorchester mit seinen Instrumenten bietet.

 

Nachdem Programm dann wieder der gewohnte schnelle Rückbau. Getreu dem Motto alles muss raus und zwar in zack zack. Die Bühnenbauer sind schon vorm Beginn mit ihrem 40t LKW vorgefahren um schnell einladen zu können. Aber dank unserem relativ kleinen Setup sind wir als erste fertig. So kommen wir sogar noch mit einigen der Künstlern ins Gespräch über unsere sonstigen Aktivitäten und sogar auf dem Auftritt ende Mai ein paar Meter entfernt hinter der Festhalle im Stadtgarten.

 

Doch dann heißt es nochmal kurz spurten denn der treue Begleiter in der Hosentasche alarmiert vor der Wettervorhersage: gegen Mitternacht soll es lang anhaltenden Regen geben. Und diesmal hat die Prognose sogar recht. Mit dem einsetzen der ersten Tropfen schaffen wir es die letzten Ausrüstungsgegenstände in unser Untergrundhauptquartier im FeM-Offfice abzustellen. Der Regen verhilft uns sogar noch zu einem gemütlichen Resümee des Abends und lässt den Abend kreativ auf der Couch in entspannter Runde ausklingen. Während unsere Besty im dunklem der Nacht einsam dem Regen entgegen trotzt bis wir sie wieder zum erneuten Bunten Bilderreigen rufen werden.

Einmal kurz und knackig zum Semesterende bitte

Viel ist passiert in diesem Sommersemester mit bereits mehr als einem Dutzend Live-Übertragungen und einer riesigen Anzahl an Beiträgen und Sendungen on Demand kann man kaum behaupten die iSTUFFler und Broadcaster hätten eine ruhige Kugel geschoben. Und dennoch juckt es ihnen noch einmal unter den Fingernägeln, da fangen die ersten unruhig in im FeM-Office mit den Hufen zu scharren, knappe 4 Wochen nach der entbehrungsreichen ISWIsion Woche. Und da wir unser neues Format zur Förderung von mehr Studentenkultur verpflichtet fühlen, hat sich iSTUFF entschlossen noch einmal Allen zu zeigen was es am besten kann: Sendungen aus den Boden zu stampfen und sich bei deren Umsetzung nicht den Wind aus den Segeln nehmen zu lassen. 
So steht für der Plan für Montag den 13ten Juli fest, noch einmal live auf Sendung zu gehen, doch dieses Mal nicht am Abend sondern zur Besten Mittagszeit um 12:30 vorm Audimax. Denn möglichst viele Studenten und Mitarbeiter sollen ihn mitbekommen unseren großen, kolossalen, phänomenalen Semesterrückblick. 
Und so geht es nach einem kurzen lustigen aber auch in einigen Punkten mehr Fragezeichen als Antworten hinterlassenden Planungstreffen am Sonntagabend, am nächsten Morgen frisch und munter um 9Uhr los mit der Aktion Humboldt. 

Die notwendigen Gerätschaften sind schnell im Inneren von Betsy oder ihrer Begleitfahrzeuge verstaut. Im Nuh wandern  Personal und Material die Kurze Distanz von Haus L bis zum Gustav-Kirchhoff-Platz und fast umgehend beginnt das eifrige Wuseln aller Beteiligten vor Ort. Schnell werden noch die vom Fachschaftsrat EI geliehenen Sofas herbeigetragen und der vom Rechenzentrum entliehene 65" Plasma Fernseher montiert. An Kameras begnügen wir uns dieses mal mit Vier Stück und dank des Triaxanschlußes an den Kamerazügen ist die Video-Verkabelung auch Ruck-zuck erledigt. 
Der Tonaufbau geht ähnlich flott, dank der Stagebox müßen nur noch wenige Patchkabel zu den Mikrofonen und Monitorboxen gezogen werden. Danach folgt der etwas langatmiger Teil, die Konfiguration der beiden Mischer. Heute einmal in kompletter Neubesetzung an den jeweiligen Gerätschaften im Wagen nehmen sich einige der alten Hasen gerne die Zeit um den Leuten die Bedienung zu erklären. So vergrößert sich der Wissensstand im Wagen kontinuierlich, währenddessen nimmt unser Set immer mehr Gestalt an. Der Kamerakran ist fertig zusammengesteckt und verkabelt und sämtliche Kameras wetterfest verpackt. Das Wetter ist die größte Unbekannte des heutigen Tages, aber wir haben Glück und bis auf ein paar zarte Nieseltropfen bleibt es trocken. 

Für den größten Schockmoment des Tages sorgt unserer MAZ'er der entsetzt feststellt das beim Kopieren auf die Speicherkarten ein kleines Malheur passiert ist und nun die MAZ nur die Hälfte der Beiträge abspielbar ist. Aber da hilft kein Maulen und kein Meckern da helfen nur flinke Beine und hinunter ins Office gesaust um die Ordnerstruktur einmal passend umsortiert. Gut außer Atem hechelnd, überwiegt dann aber doch die Freude das alle Best-Ofs nun funktionieren. Fast Pünktlich geht die Show on Air und es entsteht mit musikalischer Live-Untermalung, einem kurzen  Interview mit ein paar neugierigen Studenten und den Bereits erwähnten Best-Of Beiträgen am Ende doch ein sehenswertes Kleinod. Das Ende ist dann pünktlich zum Vorlesungsbeginn um 13 Uhr erreicht. 
Wir freuen uns das alles so glatt hin gehauen hat und packen rasch unsere Sieben Sachen wieder ein. Die Sendung und die erhoffte Aufmerksamkeitseregung haben beide wie geplant funktioniert und es zeigt sich das man mit einer guten Idee und einer gesunden Portion Ehrgeiz viel erreichen kann mit unserem neuen Produktionsfahrzeug und seiner Crew. 

Habt auch ihr Ideen für interessante Sendungen oder Events die wie wir dringend übertragen sollten? Dann versucht uns mit einer kurze Nachricht zum Kontaktaufnahme an broadcast@fem.tu-ilmenau.de oder an chefred@istuff.de davon zu überzeugen 

Das Alles und noch viel Mehr – der oft zu kurz kommende Rest der Aktivitäten

Abseits der großen Spuren und Eindrücke, die unsere kleine OB-Unit und die Sendungen aus dem ISWIsion-Studio hinterlassen haben, gab es natürlich auch noch etliche andere Streaming- und Recordingunternehmungen in diesen acht ISWI Tagen in Ilmenau. So konnten wir fast alle Keynote-Speaker live streamen oder mindestens aufzeichnen und die Festrede vom Ministerpräsidenten Thüringens zum Dies Academicus sowie die Closing Ceremony am Samstagabend live und weltwelt bereitstellen. Der Elan der Streamingcrew reichte sogar noch für einen Untergrundstream in der Nacht vom Freitag zum Samstag und einer abschließenden musikalischen Spontaneinlage mit einem hsf Radio Konzert der Band "Joon Wolfsberg" in unserem EAZ-Studio, einige Stunden vor der letzten ISWIsion-Show.

 

Insgesamt konnten wir so in dieser ISWI 2015 fast einen gesamten Tag an ausgestrahltem Material sammeln, welches es nun gilt für die diversen Verbreitungsstellen aufzubereiten und später online zu stellen.

Am Ende vergingen die zwei Wochen die wir mit Technikorganisation, Aufbau der Beleuchtungsanlage, der Dekoration des Studios, dem Einrichten unseres Schnittnetzwerkes, den eigentlichen Produktionen und natürlich auch dem finalen Abbau am Sonntag füllen konnten - viel schneller vorbei als man es erwartet hätte.

 

Es bleibt das gute Gefühl enorm viel für einen kleinen Studentenverein an einer recht kleinen Universität wie Ilmenau gestemmt zu haben. Viele Anekdoten über sinnlose Witze die sich als running Gags etablierten oder die einzelnen Events, der eine oder andere neue Nickname für unsere Mitglieder und - nicht zu letzt - der gewisse Hunger auf die Nächste Sendung, das nächste Event oder die nächste eigene mehr oder minder Verrückte Idee die es umzusetzen gilt. Bleibt also gepannt was wir als nächstes aushecken werden.

 

 

Zu guter letzt:
An dieser Stelle noch ein herzlicher Dank an Schosch, dem rasenden Reporter vom hsf, für die Bereitstellung einiger Fotos.

Kickelhahn – there and back again

Eigentlich begann alles anders geplant als es dann endete. Am Donnerstag fand wie üblich für die ISWI Teilnehmer der Thüringia experience Day statt. Zu diesem teilt sich die Scharr in 4 Grüppchen auf und Begibt sich auf Erkundungstour durch den Freistaat. So stehen nun Eisenach, Erfurt und Weimar auch eine gemütliche Wanderung im ilmenauer Umland als Angebot zur Verfügung. Hier nehmen die teilnehmer den Goethe Wanderweg in angriff um am Ende auf dem Kickelhahn anzukommen. Als spezielle Überraschung für alle Wanderer diese Ausfluges hat sich eins unsere Broadcastmitglieder besonders reingekniet und keinen Aufwand in der Organisation gescheut um noch einmal für einen musikalischen Höhepunkt zu sorgen. Bei strahlendem ilmenauer Himmel hat sich die sonneberger Band "The Apes" zum Stelldichein eingefunden um in dieser einzigartigen Kulisse einen vorab Gig zur aktuell laufenden "This is not a Test" – Tour zu geben. Pünklich 12:30 sind wir dann auch mit allem fertig, die Kameras inklusive unseres Liebgewonnen Krans, mit einer äußerst Professionellen Gegengewichtskonstruktions stehen. Der Soundcheck im Wagen und für die Beschallung am Platz steht. Wieder haben wir dank ettlicher Fleißiger Helfer inklusive einiger HSFler alles rechtzeitig gestemmt bekommen. Wir sind in Wartestellung und lauschen der Natur und unsere Lebensarder, dem tuckern eines Stromaggregates was unseren gesamten Aufbau mit Strom speißt. Den Leerlauf nutzen wir ersteinmal für ein gemütliches Mittagessen, denn wir planen mit dem Eintreffen der um die Hundet ISWIs gegen 13 Uhr doch der zeiger der Uhr dreht beharlich weiter ohne das die Wanderscharr erscheint. Als es auf 14 Uhr zugeht versuchen wir über die Hauptorga und den ISWI Infopoint herraus zu finden wo die Truppe sich befindet und wie lange es noch bis zu Ihrer Ankunft dauern könnte. Mit einer gewissen Entrückung hören wir das nach gur vier Stunden Marsch gerade einmal Manebach erreicht wurde und das es noch gut und gerne drei Stunden dauern wird bis mit ihrem Eintreffen zu rechnen ist.

 

Unsere Kinnlade nähert sich etwas dem Erdboden, denn fast alle der anwesenden sind bei der Sendung am Abend verplant den einen oder anderen Studiojob zu übernehmen. Nach kurzen Kriegsplan gibt es nur zwei Alternativen die für uns in frage kommen:

 

Entweder: Wir nehmen nun mit der Band und all der angekarrten Technik ein kurzes Set auf und probieren unser Bestes ein hübsches Musikvideo zu produzieren...
oder: Wir versuchen die im Tal gebliebenen davon zu begeistern, kurzerhand die gesamte Sendung zu Fuße unserer lokalen Sehenswürdigkeit zu produzieren.

 

Einige Zeit verstreicht, einige Mitglieder unseres Stoßtrupps müssen zwischenzeitlich wieder zur Uni um noch einige Studienleistungen zu Absolvieren. Unsere vor Ort Aufnahmeleitung beschließt die Gelegenheit zu nutzen um im IMOC die Leute direkt zu begeistern. Die Letzten Vorort gebliebenen sind zum Warten verdammt. Die sightseeing Atmosphäre wird nur einmal jeh zerissen als sich unser Stromerzeuger lautstark zu Wort meldet weil wir vergessen haben ihn zu füttern. Unser Hauptorganisator fürs Event war leider doch einen Tick zu langsam mit der Besorgungsfahrt. Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der realen Welt wohl maximal ein halbes Stündchen, kommt dann der erlösenden Anruf der uns die Entscheidung der Studio Crew verkündet. Man konnte die Leute überzeugen ihre Wohlfühlzone im EAZ zu verlassen und das Risiko Bergsendung einzugehen. 

 

Und dann plötzlich ist es vorbei mit der Idylle am Aussichtspunkt, denn die Telefone stehen kaum noch still. Wichtige Fragen zur Location und zu technischen Details wie welches Ausspielformat es nun bedarf um aus Betsy Bauch herraus Beiträge abzuspielen prasseln nur so auf uns ein. Auch wird das treiben vor Ort merklich hektischer binnen kürzester Zeit wimmelt es nur so von fleißigen iSTUFF-Bienchen um uns die Dinge mitbringen und am Platz das Konzept der Sendung beginnen zu planen. Die Begeisterung der Leute ist faszinierend und teilweise fast schon etwas angsteinflösend, zumindestens als Plötzlich in einem der Kofferräume der Komplette Studiotisch zu erspähen ist. Auch kommt Kameraposition nach Kamerapostition hinzu, statt den angedachten vier montieren uns die Leute plötzlich insgesamt sieben Bildgeber ans Set. Selbst der 30Meter Aufstieg durch die schmale Wendeltreppe des Kickelhahnturms kann die Jungs und Mädels nicht erschüttern. Während all diesem wuseln und werkeln kann man in einer ruhigen Minute die perplexen Gesichtsausdrücke der Bandbesetztung und der ersten ISWIs vor ort begutachten die sich doch stark wundern wo sie da hinein geraten sind. "Wir dachten uns erwarten hier zwei Leute die uns mit ihrem Smartphone filmen und dann sowas hier" oder ein verblüftes "And you are a student television station!? Are you fucking kidding me?" ereilt uns als Feedback der Außenstehenden. Doch irgendwo verständlich wenn man sich einmal auf dem Set umschaut, wo sich der Ü-Wagen mit der testweise eingerichteten Satelliten Internetstrecke, dem Kamerakran und der fast unzählbaren Scharr an iSTUFF'ler den kleinen Gipfelplatz teilen.

 

Nach viel verständlicher Hektik, denn für 90% der Leute ist so eine echte Außenproduktion mit soviel Equipment vollkommendes Neuland, schaffen wir es doch Sendebereitschaft herzustellen. Auch wenn wir uns hinterher wünschten doch vielleicht noch eine Viertelstunden länger ins feintunig gesteckt zu haben, gehen wir mit gerade einmal 10min Verspätung auf Sendung. Zwar fehlen uns nun die Bauchbinden und hier und da gibt es ein Paar Fehlerchen beim MAZen oder dem Bildschnitt, aber die Bilder dieser Kulisse lassen die in Vergessenheit zu raten. Durch die enormen Panoramabilder über Ilmenau und den Rennsteig erstaunen Crew wie Zuschauer daheim am Bildschirm gleichermaßen. Nach gut einer Stunde Sendung sind wir dann auch raus, alle hellauf begeistert und dennoch bleibt keine Zeit für Müßiggang, schließlich haben wir nurnoch gut anderthalbstunden schwindendes Tageslicht bevor die Sonne hinter den Bergketten verschwinden wird.

 

Fast pünktlich klappt der mehr oder minder geordnete Rückbau so das es sogar noch zu einem Teamfoto im Sonnenuntergang reicht. Wir schaffen es die gesamte Crew und das Material wohlbehalten wieder im EAZ abzuliefern, auch wenn die kurze Aufbruchphase für unsere Leute von der Technikausleihe noch eine extra Nacht- bzw Frühschicht bedeuten wird um alles für die tägliche Beitragsproduktion wieder auseinander zu sortieren.

 

Und dennoch kann man diese zweite Sendung vom höchsten Punkt im ilmenauer Umland als vollen Erfolg verbuchen und wir haben die Hoffnung das nun etliche Leute ein wenig Blut geleckt haben für diese Produktionsart, die ja einer der Hauptgründe war unser Kleinod genannt Besty zu konstruieren.       

Ü-Wagen on Ice – Das ISWI Open Air

Der Dritte Tag der ISWI konnte von den Leuten, die sich beim Streaming zur EVA rein gehangen hatten, ruhig angegangen werden. "'s galt" ja "nur" ein normale ISWIsion-Sendung nebenbei auf die Beine zu stellen.

 

Unser Ü-Wagen konnte sich eine kleine Auszeit gönnen, bevor es am Dienstag Nachmittag wieder rund ging für ihn. Denn am Abend wartete erneut Musik auf ihn und sein seine tollkühne Crew - denn im Programm steht das ISWI Open Air auf dem Plan. Fast schon traditionell wurde es von seiner geplanten Location, dem Ehrenberg, in die Eishalle verlegt, da der Wetterbericht Regen während der Veranstaltung und dem Aufbau der Bühne ankündigte. Für unseren Aufbau ist dies aber äußert angenehm: wir fahren elegant unsere große Blaue in die Eishalle und parken keine fünf Meter neben der Bühne.

 

Wir nehmen uns vor, dass wir es hier ein wenig ruhiger angehen lassen was das Setup angeht. Nur um kurz darauf beim Aufbauen festzustellen, dass es doch wieder sieben Kameras geworden sind. Diese stehen sehr analog zur Eröffnungsveranstaltung bis auf das wir dieses mal eine Kamera gezielt nutzen um die Emotionen der ISWIs im Publikum einzufangen. Zusätzlich sticht noch unsere Leinwand links neben der Bühne ins Auge die auch den Leuten in der Halle unser Schaffen präsentiert. Der Uplink erfolgt dieses Mal über einen LTE Router den uns netterweise ein Mitglied der ISWIsion-Crew zur Verfügung gestellt hat und der uns überraschenderweise mitten in der Halle 5MBit/s Upload bietet - zumindestens auf dem Wagendach, im Inneren waren es nur 3Mbit/s.

 

Am Anfang haben wir ein kleines organisatorisches Problem. Aufgrund einer länger anhaltenden Netzwerkstörung im Contentcenter der ISWIsion startet die tägliche Live-Show aus dem EAZ erst eine Stunde später und so wird es zur Überschneidung der beiden Veranstaltungen kommen. Auch ereilt uns kurz nach Beginn unserer Übertragung die Hiobsbotschaft, dass unserem Stream die Tonspur fehlt - denkbar ungünstig für ein Musikkonzert. Doch uns gelingt es das ganze kurzfristig zu beheben.
Danach gilt es die Broadcasterprobleme Level 3 zu beheben: So müssen wir feststellen, dass das Auflagemaß an den beiden Kameras links und rechts der Bühne nach dem Objektivwechsel nicht mehr hinhaut, was sich einen Meter vor der Band im Flackern der Schweinwerfer und mit nicht gerade optimalen Testmustern doch als einigermaßen trickreich herausstellt. Am Ende schaffen wir es aber unter Zuhilfenahme einer Monitorbox das ganze wieder ins Lot zu rücken.

 

Im Anschluß läuft es einfach und die Kombination aus Bildmischer/Regie und Kameraleuten zaubert erneut wunderschöne Bildkompositionen auf unsere Verteilwege. Von einigen Stellen wird uns dabei sogar ähnlich gute Qualität wie bei den Kollegen vom Rockpalast attestiert. Auch das Publikum ist vollkommen aus dem Häuschen und will die letzte der drei Bands gar nicht mehr gehen lassen. Auch der Leierkastenmann sorgt während der Umbaupausen dafür, dass die Stimmung nicht abflacht. Gegen halb drei endet dann an diesem Tag - oder sollten wir sagen nächstem Morgen - unser Einsatz für dieses Event und alle freuen sich, dass es am nächsten Tag erst einmal wieder eine Verschnaufpause gibt im abendlichen streamen.

Die Opening Ceremony – offener Himmel und schwebende Klänge

Hier gibt es in diesem Jahr diverse Neuerungen zu bestaunen. Als erstes können wir drei Kreuze machen das das Wetter uns holde war und die Veranstaltung wie geplant statt in der Festhalle im dahinter angrenzenden Stadtgarten stattfindet. Da wir uns fest vorgenommen haben sie dieses Mal live zu übertragen, heißt da für uns und die HSF'ler erst einmal einige hundert Meter Glasfaserkabel von der Festhalle bis zu unserem Standort an der Bühne zu verlegen. Nachdem damit unsere Nabelschnur zur digitalen Zwischenwelt gelegt ist können wir uns mit dem restlichen Aufbau austoben. Und hier schöpfen wir wirklich aus dem vollem, denn neben dem formellen Eröffnungsakt hat die ISWI Orga noch einen oben drauf gepackt und für 90Min Livemusik vom feinsten gesorgt. Im Anschluss wird es auf der Bühne nämlich erst richtig kuschelig wenn neben den Pentatones, nach eigenen Angaben Electronica / DarkSometimesBright Pop Kombo die sich auf ihrem aktuellen Album mit der STÜBA Philharmonie zusammengetan um ein Klangbett zu kreieren das seines gleiches Sucht.

 

Um dies den Leuten die es nicht in den Stadtgarten geschafft haben präsentieren zu können haben wir am ende ganze Sieben Kameras am Start. 3 Davon befinden sich am sogenannten FoH (front of House). Eine davon liefert uns dank dem 22fach Zoom schöne Detailbilder von den Künstlern während die zwote die Bühne in der Totalen abbildet. Die Dritte hingegen zieht es hoch hinaus, denn wir haben sie auf unseren Sechs Meter Kran geschraubt wo sie uns neue und ungewohnte Einblicke von der Bühne und den Publikumsmassen vor der Bühne liefert.

 

An der bühne selbst haben wir dann noch einmal Vier Kameras, die wie man es sich schon denken kann Links, Mittig und Rechts wunderschöne Detail aufnahmen der Instrumente und Musizierenden aufnehmen. Als letztes springt noch Kamera 7 frei bewegt auf der Bühne um her und kann so noch einmal ganz andere Einblicke biete als man nur von vorne bekommen könnte.

 

Wieder läuft die Zusammenarbeit mit dem HSF wunderbar, fast etwas zu gut. Zu mindestens ist man als mittlerweile fast Dienstältester iSTUFFler vor Ort doch etwas verwirrt wenn einem im Ü-Wagen als erstes die lange Jessi am Bildmischer angrinst als man das Vehikel erklimmt. Aber wir sind an diesem Abend Dankbar für die Hilfe denn so können wir ein wesentlich besseres Programm gestalten als wir es mit unserer eigenen stark unterbesetzten Crew hin bekommen hätten. Neu ist auch das zum ersten mal zweiteilig produziert wird. Während im Hauptarbeitsbereich munter Bilder durch den Stream geschubst werden, sitzen in der Fahrerkabine 2 Redakteure vom Funk und berichten für die Zuhörer im UKW und Webstream des ISWIradios über die Geschehnisse des Abends.

Mit der der schwindenden Sonne steigt die Stimmung auf der Wiese und zu dem orchestralen Klängen gebahrt mit den elektronischen Ergüssen der Sythesizer steigert sich das Publikum in Feierlaune.

 

Doch im Hintergrund wird die Mine der Organisatoren immer betrübter denn der Wetterbericht verspricht nichts gutes und beim kleinsten Einsetzen von Regen würde das Orchester umgehend ihre wertvollen Instrumente in Sicherheit bringen und somit das Konzert vorzeitig beenden. Unbemerkt durchs Publikum wird das Set um Zwei Titel verkürzt und danach sofort zum Abbau geblasen. Denn eigentlich sollte der Regen schon seit 30min in Ilmenau angekommen sein.So Spurten auch wir uns um schleunigst alle elektronischen Gerätschaften in Sicherheit zu bringen und sind binnen kürzester Zeit Fertig zum Aufbruch. Glücklicherweise blieb uns auch hierbei der Wettergott hold und wir können das Be- und entladen trocken Fußes beenden. Im Anschluss lassen wir dann den Abend in gemütlicher Runde im IMOC ausklingen.

International Brunch – erste Tests

Nach dem erfolgreichen und sogar pünktlichen Start der ersten ISWIsion Sendung am Samstag, geht es für unser Übertragungsmobil Betsy einen Tag später in die Startlöcher. Dann aber auch gleich richtig mit zwei Einsätzen quer durch Ilmenau verteilt. So geht es beim strahlenden Sonntagmorgen Wetter zunächst zum Wetzlarer Platz umd dort ein ein kleines Aufwärmtraining zu absolvieren. Zusammen mit den Jungs und Mädels der örtlichen Ultrakurzwelle liefern wir hier etliche Stunden Impressionen und können noch einmal in Ruhe sämtliche Systeme durchchecken bevor es dann im Anschluss direkt zum ersten Highlight der ISWI übergeht.

Seifenkistenrennen und wir sind mit zwei Kisten direkt vor Ort

Es ist mal wieder die Zeit im Jahre gekommen wo nicht nur die Natur munter wird und die Bäume ausschlagen sondern zu der auch die Studenten ein wenig das Studieren studieren lassen sein und selber etwas über die strenge schlagen um die geschaffte hälfte ihres Studiums zu zelebrieren. Das ganze nennt sich dann hier in Ilmenau Bergfest und ist eine mehr als liebgewonne Traditionswoche.

 

Für uns vom Streaming gibt es dort zwei Veranstaltungen die wir gerne und immer wieder mitnehmen. Die Bergfestvorlesung, welche diese Jahr seit langer langer Zeit nicht Übertragen werden durfte, und das Seifenkistenrennen was wir nun zum 4ten Male in Folge den daheim gebliebenen im Livestream anbieten konnten. Hinter dem Event versteckt sich einer der Anlässe der uns nämlich damals Anno domini 2011 dazu bewegte unseren Verrückten Plan mit dem Übertragungswagen in Angriff zu nehmen. Und nun war es so weit dieses Jahr konnten wir mit zwei tollkühnen Kisten vor Ort am start sein. Leider verweigerte die engstirnige Auslegung der Regeln zwar das Betsy selber im Teilnehmerfeld antreten durfte, aber dafür war unsere große Blaue um so nützlicher zur Übertragung.

 

Den Aufbau hier im Detail auseinander zu nehmen würde sicher zu weit führen an dieser Stelle. Fassen wir es kurz zusammen mit wir hatten die Strecke mit 5 Kameras gut abgedeckt und teilten uns tontechnisch mit dem HSF in die Beschallung hinein. Auch wenn dieser noch einmal seinen Redakteuren auf die Finger hauen muss damit während der Moderation keine ihrer dropper einspiel abgefeuert wird. Doch das Highlight für uns alle ist das Einlaufen unserer diesjährigen Seifenkiste. Mit sehr viel lieber zum Detail wurde ein stolzes Piratenschiff auf Kiel gelegt in unserer Garage und dessen Crew mit Zuckerbrot und Peitsche dazu motiviert eine perfekt choreografierte und zur Musik abgestimmte Liveperformance dar zu bieten die Ihres gleichen suchte. Außerdem schaffte sie die zwo Durchläufe ohne Schlagseite zu bekommen oder auf tödliche Riffe aufzulaufen, was nicht allen Gefährten an diesem Tag gelang. Am ende Reichte es leider trotz Poleposition in der B-Note leider nur für den 3ten Platz da die Zeit noch nicht flott genug war. Doch die Vor Ort anwesende iSTUFF Chefredaktion reagierte sofort und verdonnerte ihre Leichtmatrosen umgehend zu weiteren Trainingseinheiten über die restliche Bergfestwoche verteilt, damit diese im nächsten Jahr topfit und hochmotiviert endlich einmal dem Sieg entgegen segeln können.

In der Arena der Eislöwen

Viele Traditionen haben sich für den ersten Mai eingebürgert, vieler Orts schmückt man Maibäume, anderer Orts türmt man Große Feuer auf und in den Großstädten übt man sich in Hirnloser Gewalt. Da uns das alles irgendwie zu dröge war und wir uns ja fest vorgenommen hatten mit dem Ü-Wagen auch öfter jenseits des Floorballs euch neue Sportarten aus den Trainingshallen der Republik zu präsentieren. Zum langen Wochenende wars nun erneut soweit das wir dieses Jahr schon zum zwoten mal ein neues Highlight der Newcomer Sportarten im petto haben. Und so konnten wir voller stolz 3 Tage lang für die Community und auch alle anderen ein Highlight des Lacrose Kalenders präsentieren: den European Nations Cup der sich aus dem schon länger präsenten "Lax in the Box"-Turnier in Dresden entwickelt hat. Genauer gesagt heißt nur die Herrenveranstaltung so und die parallel stattfindende Damenspielrunde ist dem alten Namen treugeblieben. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Dresdner große Pläne haben und deshalb dient die diesjährige Event auch als Probelauf für den ELF European Indoor Lacrosse Championships 2017 (EILC), sowohl für die Organisatoren als auch für Nationalmannschaften.

 

Da Dresden auch nur ein Dorf ist und besonders die Sportszenen jenseits der traditionelleren Sportarten sich sehr im Dunstkreis des USV TU Dresden bewegen und wir dort durch das IFC ja schon einiges an Eindrücken für unsere Arbeit hinterlassen haben, kam dann auch der Kontakt zu den Lacrosespielern zu stande. Die erste Neuerung an der ganzen Aktion gestaltet sich schon einmal zeitlich, denn bereits am Freitag begint der Spielbetrieb im Round Robin Modus. Für uns bedeutet das vorallem viele Missverständnisse in der Planung, so das wir uns erst einige Tage vorher darauf einigen am Donnerstag Abend Richtung Osten auf zu brechen und möglichst viel Aufbau zu stemmen, bevor uns die Hallentechniker vor die Tür kehren. Nach einigen Stunden auf der Autobahn mit mal mehr mal weniger H2O von oben kommen wir an der nicht ganz so neuen Lokalität an. Das Eisstadion in Dresden. Altbekannt und dennoch neu, denn bei diesem Besuch sind wir nicht in der Hallsporthalle unter dem Dach sondern können uns in den Beiden Eishockeyarenen im Untergeschoss austoben. Dies stellt uns und unsere Kabelwege vor neue Herrausforderungen. Nach den ersten Erkundungsrundgängen und Gesprächen mit dem Hallenpersonal haben wir den passenden Standort für Betsy gefunden, wie es seien muß als Übertragungswagen Stellfläche ausgeschildert und nur einen kurzen Grünstreifen von der Lucke zu den Kabeldurchführungen entfernt.

 

Auch neu sind die mittlerweile voranstreitende Nutzbarkeit unsere Kamerazüge die uns von einem Großen öffentlichrechtlichen Fernsehsender gestiftet wurden. Mit ihrem Zweiten Leben, machen sie für uns einiges besser beim Auf und Abbau. Das man nur noch ein Triaxkabel zu jeder Kamera ziehen muß spart einiges an Aufbau. Leider sind zur Zeit erst 3 von 4 der Kamerazüge halbwegs einsetzbar, aber das Ziel zur ISWIsion dort mit dem vollen Regiment aufzufahren ist greifbar nah. Aber dazu dann mehr im Juni wenn es dann soweit ist.

 

Zurück an den Ort des Geschehens in Dresden. Für den ersten Spieltag an Freitag ist es für uns am wichtigsten das Herrenspielfeld fertig zu bekommen. Dies ist den Veranstaltern besonders wichtig wir ortientieren uns beim Setup der Kameras an bewehrten und fahren die üblichen Positionen zunächst auf: Hintertor, Führungen für Totale und die beiden Torräume dazu noch 2 Detailkameras eine mittig als Sniperposition und eine direkt hinter dem Glasschutz am Spielfeldrand. So summiert es sich auf 7 Stück insgesamt. Dazu sollte eigentlich wieder das von FeM-Mitgliedern entwickelte Spielstands- und Informationssystem zum Einsatz kommen, aber dies ist durch unsere Schusseligkeit nur zum Teil mit eingepackt. Wir müssen zum ersten Mal improvisieren an diesem langen Wochenende und entsinnen uns Techniken die wir seit dem ersten iWUT-Turnieren eigentlich beerdigen wollten. Als Havariesystem kommt so nun die Vorschauausgabe einer Schnittsoftware mit beißend grünen Hintergrund zum Chromakeying. Das ganze wird in der Kommentatorenkabine von Hand gefüttert. Dadurch entfallen leider coole Features wie die Spielzeit im Bild etc. Der Abend verfliegt und immerhin schaffen wir es fast alle Kabelwege fertig zu bekommen und auch das Netzwerk soweit aufzusetzen.

 

Hier eine weitere Neuerung des Wochenendes: wo wir sonst immr über mangelnden Upload jammern müssen, können wir nun nicht klagen: 20 Mbit/s meinen die spontanen Geschindigkeitsmessungen. Dafür scheint es komplett verkehrte Welt, da der Download dagegen eher an frühe Modemzeiten erinnert. Schuld am ganzen ist die lustige Zugangsverwaltung des Hallennetzes oder vielmehr das, was sich unser Ü-Wagen mit dieser ausgehandelt hat. Aber der wichtige Part funktioniert und wir können ohne Einbußen streamen.

 

Dieser Weg besteht am Ende aus unsäglich vielen technischen Gerätschaften nur um von unsere kleinen Actionkamera ein mit Ton verheiratetes Signal über die 250m Strecke bis in den Ü-Wagen zu bekommen. Interessierte finden den genauen Signalplan in der Fotosrecke am Rand. ;-) Irgendwann während dieses Aufbaus stellen wir auch fest, dass die Damen erst am Samstag loslegen mit ihrem Turnier und wir die Technik für heute erstmal ruhen lassen können. So haben wir Zeit das sich unsere Kameraleute und Kommentatoren mit der Sportart vertraut zu machen, die zwar ähnlich schnell wie Floorball ist, es aber durch den im Netz des Schlägers geführten Ball am Anfang recht schwierig zu registieren ist, wo der Ball nun ist. Neben unserem bewährten Stammkommentator hat uns der Veranstalter auch echte Experten besorgt und so sitzen etliche Spieler der deutschen Teams in der Kommentatorenkabine und haben einen Heidenspaß dabei die Spiele zu begleiten. Am Ende des Tages haben wir uns dann auch an das Spielgeschehen gewöhnt und fangen auch schon an das Regelwerk zu verstehen. Zum Ausklang gibt es ein wenig Fraternisierung mit der Orga und den Teilnehmern beim Willkommensgrillen.

 

Der Sonntag beginnt erst einmal Spektakulärer, wir öffnen Betsy und bereiten den Beginn der Übertragung vor. Kurz darauf stellen wir fest das es da wohl irgendwo der Fehlerteufel gewütet hat in der Nacht und wir ersteinmal finden müßen warum das Netzwerk gerade schluckauf hat. Irgendwo in zu Beginn der ersten hälfte des ersten Spiel des Tages ist der schuldige Rechner gefunden und wir können die spannenden Finalfights auch in die Welt hinaus jagen. Nach einem zackigen Aufbau bis weit nach Mitternacht haben wir es geschafft, alle Video, Audio und Netzwerkkomponenten stehen und wir sind fürs erste Sendebereit. Wir brechen auf und gönnen uns einige Stunden Schlaf in unserem Nachtlager in der Jugendherberge.

 

Am nächsten morgen geht alles einen Tick gemütlicher vor sich, der Spielbetrieb startet erst um 12 Uhr. Wir haben also noch etwas Zeit um den letzten Feinschliff zu betreiben und noch einen Übertragungsweg für das Damentunier zu improvisieren, das in der Trainingshalle stattfindet. Der Samstag verläuft nach einer nicht zu langen aber auch nich zu kurzen Nacht, recht entspannt. Am Vormittag haben wir das Bild der Actionkamera dann soweit eingerichtet das man zumindestens das gesamte Spielfeld des Damenturniers sehen kann. Bei den Herren-Spielen steht erst einmal die Fortsetzung des Round Robin-Spielbetriebes an, bis dann am Nachmittag und Abend die für die Platzierung entscheidenden letzten Spiele anstehen.

 

In der etwas längeren Auswertungspause nutz unsere Crew den Strømingfante für das eine oder andere kurze Nickerchen. Die Qualifikationsspiele im Anschluß verlaufen sehr nach den Vorhersagen unserer Experten und am Ende stehen die beiden Halbfinale fest. Den Abend lassen wir dann gemütlich ausklingen: erst im Tappas Lokal und im Anschluß auf der Players Party im alten Pumpenhaus, wo die Crew noch einmal so richtig zur Musik abgehen kann.

 

Bis auf Kleinigkeiten läuft die Technik durch ohne zu murren. Spieltechnisch wurde der Zeitplan etwas umgeworfen damit die Mannschaften aus den weiter entlegenden Teilen Europas früher die Heimreise antreten können, da sie es leider nicht in das Finale geschafft haben. Unsere Übertragung des Turniers endet mit den Livebildern vieler glücklicher Spieler und Organisatoren zur Siegereherung. Danach gibt es den mittlerweile zur Routine gewordenen schnellen Abbau der Technik und danach begibt sich unser kleiner Convoy aus 3 Fahrzeugen auf die Heimfahrt nach Ilmenau. Die Reise endet fast so wie sie begonnen hat mit dem Schleppen unserer Technik durch die Ilmenauer Nacht.

Am schmalen Ende der Hölle

Was tun, wenn einen die Erfolge der Vergangenheit einholen?

Kenner der FeM wissen, dass es mittlerweile eine sehr lange Tradition der Floorball-Übertragungen durch den Verein gibt und nun schloss sich der Kreis der Floorballwelt: das Pokalfinale "Final 4" gab sich nach zwei Jahren erneut ein Stelldichein in der Stadt mit den drei O - oder in alt-modern: Chemnitz - und die ortsansässigen Floorfighters waren diesmal nicht nur Gastgeber, sondern auch Teilnehmer der Finalrunde.

Da es allen vorran Teamkapitän Sascha Franz sehr begeistert hatte, was das damals frisch geschlüpfte Broadcastteam vor zwei Jahren auf die Beine gestellt hatte, wollte er uns auch dieses Mal für die Übertragung wieder mit ins Boot holen.

 

Anfang des Jahres war es dann auch soweit und wir konnten nach Bekanntgabe der Prüfungstermine eine Zusage geben. Die Planungen vom letzten Mal landeten erst einmal in der Tonne und wir begannen mit den Erfahrungen vergangener Events und einem leeren Blatt Papier.

Mittlerweile hatten sich ja etliche Dinge erheblich geändert. Allein die Tatsache, dass nun ein kleiner Broadcastkreuzer als zentrales Element im Setup eingeplant werden wollte, machte den Neuaufbau notwendig. Die groben Anforderungen waren schnell abgesteckt: 6 spielführende Kameras, 1 Reversecam - um die Emotionen auf den Bänken der Mannschaften einfangen zu können, die Weiter- und Neuentwicklung unseres Bauchbinden- bzw. Turniersoftware-Systems und erneut der Versuch eine Replay/Slomo-Einheit für Zeitlupen und Wiederholungen zu organisieren. Hauptsorge blieb die etwas schwächere Internetleitung der Richhard-Hartmann-Halle, deren Uploadgeschwindigkeit evtl. nur 1Mbit betragen sollte und lange Zeit unklar war.

 

Das größte Kopfzerbrechen in der Vorbereitung bereitete uns jedoch das Replaysystem. Die erste Quelle brach uns gut zwei Wochen vor dem Event weg, da jedoch einer unserer Streamingveteranen spontan angeboten hatte im Fall der Fälle auszuhelfen und uns ein ähnliches System zu leihen, waren wir beruhigt. Dann, am Montag vor der Abfahrt, der erneute Rückschlag: unser "Backupsystem" stand uns nur noch für Sonntag zur Verfügung, da es den kompletten Samstag durch einen Rahmenvertrag an anderer Stelle der Republik benötigt wird. Der Super-Gau quasi... also alles auf Anfang an dieser Baustelle. Der Montag und fast komplette Dienstag gehen für Recherche nach neuen Quellen zu bezahlbaren Preisen drauf. Am Vorabend des Dienstags dann haben wir endlich etwas Glück und finden ein Systemhaus aus dem hohen Norden, welches uns noch ein Demogerät übers Wochenende stellen könnte. Final ist es dann sogar das 8-Kanal-Modell des ursprünglich angepeilten Replaysystems und wir sind vorerst glücklich.

 

Am Donnerstagabend begann dann das zusammensuchen und verpacken der diversen Kleinteile, derer so eine Produktion bedarf: Mikrofone, Kopfhörer, Kabel und natürlich darf auch das buchstäbliche Fähnchen zum "in den Wind hängen" nicht fehlen. Kleiner Wermutstropfen dabei: die Lieferung des Slomogerätes verschob sich auf Freitag Vormittag... während wir also schon andere Cases und Kameras durch die schmalen Flure im Haus L in Richtung Transporter wuchten, kamen so noch die Lieferungen mit dem Demogerät und zusätzlich auch noch etliche Pakete für unseren nigelnagelneuen Schnittrechner an. Also spielten wir noch einmal groß Weihnachten, damit wir das System für Chemnitz platzsparend zu anderen PCs stecken konnten und der Schnittrechner in seine zukünftige Höhle wanderte.

Mit einer leichten Verzögerung legte der Ü-Wagen als erstes vom Pier am Office ab, begleitet von den Blicken und Winken der zweiten Welle von Mitfahrern. Die Fahrt über die Autobahn gestaltete sich ruhig, der Verkehr floss entspannt vor sich hin und der Steuermann konnte HFM Betsy behutsam an die Gestade der sächsischen Metropole navigieren. In den Binnengewässern der Automobilgrachten, verlor jedoch der Navigator kurz den Überblick über Seekarte und Ortsgegebenheiten und so drehten wir eine kleine Extrarunde bevor wir an den Ufern der Chemnitz vor der Richhard-Hartmann-Halle Anker setzen konnten.

 

Nach der ersten Kontaktaufnahme mit den Einheimischen treten nun die üblichen Probleme auf: Wo soll das Fahrzeug hin? Wo kann man Strom bekommen? usw. Im kurzen Gespräch mit dem Hallenwart zeigt sich zudem, dass der versprochene Bodentank vorm Hauseingang wohl eher ein wenig "Seemannsgarn" war. Der nicht ganz ernstgemeinte Vorschlag "einfach im Foyer zu parken" wurde mit dem ominösen Argument der Tragfähigkeit der Fliesen abgwimmelt und am Ende der ersten Explorationsphase stehen wir dann genau an dem Standort, den wir uns auf Satelitenfotos schon vorher ausgeguckt hatten. Der Wermutstropfen daran: die Debatten kosteten uns eine gute Stunde Zeit und wir gewannen täglich 30-40min Wagen an-/abkabeln hinzu, da wir mit unseren Kabeln durch eine Tür mussten, die Nachts verständlicherweise geschlossen werden musste. Die Halle verdiente sich damit einen ersten Strich auf der "ungünstig für unsere Übertragung"-Seite und es sollte nicht der letzte für dieses Wochenende bleiben.

 

Der Aufbau gestaltete sich schleppender als gewohnt, da immer wieder externe Leute meinten es besser zu wissen, entwickelten sich erneut Diskussionen. So überraschte uns auch unsere Nachhut - nach ihren Prüfungen bzw. Arbeitstagen waren zwei Mitglieder des Teams erst am Nachmittag aufgebrochen - völlig unvorhergesehen früher als erwartet und konnte noch tatkräftig beim Kabelziehen und Kameras platzieren mithelfen. Immerhin brauchten wir sie diesmal nicht um vergessene Ausrüstungsteile mitzubringen – ein leichter Lerneffekt ist doch auch mal schön.

Am Ende des Abends, gegen 21:30 Uhr, war dann erstmal Schicht für den Tag. Wir mussten die gerade erst gelegte Nabelschnur zum Ü-Wagen wieder feinsäuberlich aufwickeln und im Treppehaus verstauen. Immerhin war videoseitig bis auf unseren Rotlicht-Tally soweit alles fertig. Dort war uns leider das Netzteil gestorben und die improvisierte 5V-Stromquelle aus drei Batterien ist zu unzuverlässig für den Produktiveinsatz. Schade, aber da müssen wir zum nächsten FiWaK wohl nochmal einen McGyver-"wie nutze ich Gaffa und Draht in Stresssituationen richtig und erfolgreich"-Kurs nachschieben.

 

Nach dem Zusammenpacken brachen wir zu unseren Unterkünften für die kommenden zwei Nächte in der Stadt des großen Philosophen auf. Stilecht kamen die neun Gefährten des Floorballs in zwei hübschen Plattenbau-Gästewohnungen unter, die sich aber zurecht mindestens Platz 2 auf der Skala der Nachtlager beim Streaming verdienten. Beim gemütlichen Feierabend-Bierchen wurde der Schlachtplan für den nächsten Morgen geschmiedet. Die Hauptdebatte drehte sich um die Frage, zu welcher Zeit wir wieder in der Halle aufschlagen wollten. Immerwieder kam dabei die Behauptung auf, dass nicht mehr viel zu tun wäre und eine halbe Stunde mehr Schlaf doch drin sei. Spätestens am Sonntag Morgen wussten wir diesen Logikstrang dann auch nachzuvollziehen, denn eine der Kurzzeit-WGs kam regelmäßig etwas später zum Ort des Geschehens. ;)

Nachdem die Halle nun den nächsten Strich für wahnwitzige Uploadraten von weniger als einem Mbit/s erhalten hatte und wir feststellten, dass bei all der Hektik um das Replaysystem der Ton zwar weitestgehend verkabelt aber noch niemand den Strohhalm des bedienens des selbigen gezogen hatte, entschieden wir uns, um 7 Uhr, in Worten: SIEBEN UHR MORGENS, weiterzumachen - für viele der Beteiligten eine grausame Uhrzeit.

Über den Rest des geselligen Beisammenseins, dass sich aus einer Mischung aus Albernheiten, Anekdoten des letzten Final4s und vielen Blödelleien zusammensetzte, breitet der Autor lieber den Mantel des Schweigens.

 

"Frisch" erholt ging es am nächsten Morgen weiter. Betsy wurde wieder an die Leine gelegt, die Kameras eingeschaltet und schon ging es an die Hauptbaustelle des Tages: das Verständnis unseres Tonpultes - die erfahreneren Leute an diesem Instrument waren leider prüfungsbedingt ausgefallen. Die Verwaltung der Subgruppen und Mixbusse wurde dadurch für uns Ungeübte eine echte Herausforderung.

Aber wir bekamen es hin. Pünktlich zum ersten Spiel war Moderation und Atmo auf dem Programmton - und leider auch noch unsere Intercomleitung... die Akustik in der Halle, plus der scheinbar mindestens halbtaube Mensch, der für die Einspielung der Pausenmusik zuständig war, generieren weitere Striche auf der "es nervt"-Liste. Die Kommentatoren waren zu Anfang, trotz der Tatsache dass sie auf der anderen Hallenseite mit Richtmikros abgenommen wurden, so verschwindend im Vergleich zur Restlautstärke, dass man durchaus das Schwarzsehen begann. Unser Problem mit dem Regieton bekamen wir temporär in den Griff - vorerst. Der Grund dafür war recht simpel: die enorme Verkettung der Möglichkeiten. So diente das Audiopult auch gleichzeitig als Intercomsystem um durch die Stageboxen den enormen Mehraufwand beim verkabeln zu sparen.

Außerdem versuchten wir die Mikrofone an den Hintertorkameras gleichzeitig als Atmo zu benutzen. Dadurch kam es aber immerwieder zu Rückkopplungseffekten oder der Tatsache, dass ausversehen das kamerainterne Routing vom Bedienpersonal geändert wurde und plötzlich statt Atmo nun Regiespur auf dem entsprechenden Kanall endete.

 

Die zweite größere Neuland-Erfahrung an diesem Tag war das Replaysystem. Mehr oder minder frisch ausgepackt kann sich unser Operator auch erst am Samstagmorgen in die Bedienung einarbeiten und kämpft hier und da erstmal gegen diverse Macken im System. So schien der interne Multiviewer bei bestimmten Auflösungen nicht mit seinem Monitor reden zu wollen. Auch blieben uns einige Features, wie das Exportieren, vor Ort verborgen. Dazu kam natürlich noch der enorme Aufwand sieben Livequellen gleichzeitig beurteilen zu müssen, um die beste Kamera fürs jeweilige Event, wie Tore, knifflige Schiedsrichterentscheidungen oder Paraden, zu erfassen. Zum Vergleich: beim Fußball bekommt ein Operator meistens nur 3 Quellen auf seine Maschine gelegt. Aber die Lernkurve war spürbar vorhanden und spätestens zum zweiten Männer-Halbfinale hatten sich Bildmischer und Replayoperator eingespielt.

Die Sorgen, dass es unsere jüngeren Mitreisenden an diesen Postitionen überfordern könnte, stellten sich als unbegründet heraus. Die Stimmung im Team war - wie meistens - sehr gut. Alle packten ordentlich mit an und fuchsen sich in ihre Positionen ein. Leider war Personaldecke recht dünn, wodurch Pausen an vielen Stellen leider Mangelware waren. Dank des Teamgeistes stellte uns dies aber vor kein Problem.

 

Aufgrund des geringen Uploads kam es im Stream leider immerwieder zu Aussetzern. Und da unsere beiden IT-Jungs auch gleichzeitig noch Kameras nebenbei bedienten, fiel uns leider das Monitoring auf die Füße. Die Regie im Ü-Wagen wurde, um den Fans die maximale Qualität im Stream bieten zu können, vom Netzwerk getrennt. So dauerte es manchmal bis zur Drittelpause bevor wir bemerkten, dass etwas nicht stimmt - es sei denn eine Mail erreicht unsere Kommentatoren früher. Erste Überlegungen diesen Zustand zukünftig zu verbessern sind aber schon vorhanden.

 

Nach den vier Halbfinalspielen und etlichen Pausenprogrammen, waren die meisten der Bediener froh, sich für diesen Tag von ihrem Gerät verabschieden zu können. Die IT'ler hatten jedoch leider noch Überstunden gewonnen. Die Siegerteams wollen die Spiele ihrer Mannschaften noch zur Analyse vorm Finalspiel haben und dies war so nicht eingeplant. Zum Glück arbeitete das Encodingsystem recht autonom, nachdem es entsprechend mit Schnittmmarken gefüttert worden war, so dass die Mannschaft währenddessen sich einem gemütlich-köstlichem Abendessen im Ratskeller widmen konnte. Nach dem Essen schlendern wir zurück zur Halle, um das Material zu übergeben und danach Richtung Schlafstätten weiter zu ziehen. Leider blieb die Frage, ob es sich nun bei Ratskellern um eine Franchisekette handele oder nicht unbeantwortet.

 

Der Sonntag begann mehr als eine Stunde später als der Tag zuvor und wir merken, dass es wirklich wenig zu tun gab. Ein Teil des Teams tauchte sogar erst später auf, da es sich in der Badwarteschlange verheddert hatte. Aber so standen sich immerhin weniger Leute gegenseitig im Weg.

Der Sonntag war vorallem dadurch geprägt, dass sich nun alle soweit eingearbeitet hatten und nun langsam zur Spiel- und Experimentierfreudigkeit übergingen. Die Qualität der Bilder und Schnitte wurde dadurch deutlich nach oben gesteigert. Viel Anteil daran hatten aber auch die vielen ehrenamtlichen Helfer der Chemnitzer Heimmannschaft die sich darum kümmerten, dass es uns selten an Kaffee oder der kleinen Mahlzeit zwischendurch fehlte. Auch das Team untereinander hatte immer ein waches Auge darauf, dass keiner sich zuviel zumutet und sich immer mal eine kurze Pause nahm.

 

Der zweite große Batzen des Tages neben dem Spielbetrieb, war noch die große Runde Materialwünsche diversester Einrichtungen. Der Verband wollte möglichst zeitnah die sozialen Netzwerke befüllen und die regionalen Fernsehsender waren auch vor Ort und hätten hier und da gerne etwas Zusatzmaterial. Wir gaben zwar unsere Bestes und bauten extra noch eine zweite Ebene in unserem Bildmischer um einen Cleanmitschnitt zu bekommen, den Anforderungen nach HD können wir aber nur durch einen Upscalar probieren gerecht zu werden. Diese Baustelle steht auch schon auf der Todo-Liste für das vor der Tür stehende Sommersemester und wir sind schon gespannt wie ein Flitzebogen, ob wir alles im Vorfeld richtig geplant haben. Immerhin laufen die HD-Bestrebungen dafür nun schon seit mittlerweile fast drei Jahren.

Für die Abendnachrichten versuchten wir noch ein paar entscheidende Moment heraus zu schneiden und auf einen FTP zu laden. Da wir selbst mit der über die Tage auf 2 Mbit/s gewachsenen Leitung hier unsere Probleme gehabt hätten, setzt sich ein kleiner Stoßtrupp mit dem Material in der Tasche ab und versucht dieses über eine mächtigere Leitung bei den Kollegen des befreundeten Chemnitzer Studentennetzes CSN hochzuladen. Dies hatten wir Dank eines früheren Kontakts auf einem der jährlichen Studentennetztreffens schon vorher absprechen können.

 

Der Rest von uns stemmte solange schon den Abbau. Dieser ging eigentlich sehr flott von dannen und wir merkten nun wie nützlich sich die neuen LED-Flächenleuchten mit Akku machen, da sie nun statt Interviews unsere nächtliche Ladeszenerie ausleuchten. Kurz bevor wir aufbrachen, bot sich dann auch die Chance für ein erstes Resümee mit dem Chef der Floorfighters, der nach seiner Tripelbelastung als Cheforganisator, Teamcaptain und Trainer der Damenmannschaft, doch wieder sehr dankbar für die geleistete Arbeit war, die in Leistung und Qualität des Streams in der deutschen Floorballszene ihresgleichen suchen dürfte. Auch er war sichtlich darüber angefressen, dass die Anbindung der Halle so schlecht ist, trotz eines Extra-Eventtarifes. Er nam sich vor, hier bei der Stadt in naher Zukunft nachzuhaken, da er es für eine der größten Hallen seiner Stadt doch etwas für peinlich hält.

 

Wir verabschiedeten uns und bekommen noch ein kleines Paket an Proviant und Getränken für die Rückreise mit auf den Weg. Und als wir schon gemütlich in die Fahrzeuge sinken und die Heimfahrt antreten, trifft uns doch noch einmal eine letzte Unwegsamkeit des Wochenendes: statt dem gewohnten gurgeln unserer Betsy reagiert sie auf den Zündschlüssel nur mit einem kurzen Husten des Anlassers. Also dürfen wir uns nun auch noch mit der Stromtransplantation von Sprinter zu Sprinter im dunkeln beschäftigen. Nach Studium des Handbuches und Motorraums fanden wir die beiden Kontakte des Fahrzeugs und konnten loslegen. Doch weiterhin nur ein lustloses schwächerwerdendes Zucken. Nach einer Weile stellte sich dann heraus, dass wir mit einer Klemme den Pol nicht richtig getroffen haben und sie nur in der Luft klemmte. Nach Beseitigung des Zustandes sprang dann Betsy sofort an und wir konnten die Heimreise antreten.

Die größte Herrausforderung der Moderne stellte sich dann noch im "Pizza bestellen über drei Fahrzeuge", denn zurück in Ilmenau wollten wir ja auch noch etwas gemütlich zu Abend speisen. Es klappte fast reibungslos und das Timing passt so gut, dass die Bestellung passend zum ersten Fahrzeug am Office eintrifft. Leider hatte sich jedoch in die Übermittlung der Daten zum Besteller ein Fehler eingeschlichen, so dass eine der Pizzen falsch ist, aber dennoch den Hunger stillen kann.

 

Nach dem gemeinsamen ausladen und speisen verbrachten wir noch eine Weile mit dem üblichen Geplänkel während solcher Veranstaltungen, bevor sich alle dann doch lieber ein paar extra Stunden Schlaf gönnen. Recht so, denn die nächsten Großveranstaltungen mit der ISWIsion und vielleicht dem "Lax in the Box" in Dresden stehen am Horizont schon für alte wie neue Mitstreiter in der Broadcastfamilie bereit.

Video helps the Radiostar

Lang lang ist es mittlerweile her, aber auch schöne Traditionen gönnen sich hier und da mal eine Auszeit. Nach Fast genau zwo Jahren war es aber nun einmal mehr soweit, dass wir uns in Zusammenarbeit mit den netten Jungs und Mädels vom hsf einmal mehr mit der Übertragung eines Radiokonzertes austoben konnten.

 

Da die Räumliche Distanz zur Location dieses mal erheblich weiter war als beim letzten Gig im Interclub, entschlossen wir uns dann doch mit dem Ü-Wagen bis zum BI-Club überzusetzen. Als Kapelle haben sich Nyquist aus Nürnberg/Ilmenau angekündigt: ein erst seit kurzem zusammenmusizierendes Duo, das sichtlich zwischen überrascht und überfahren dreinblickt, bei der großen Helferscharr die sie locker um das 8fache Übersteigt.

 

Für unseren Stream haben wir uns für ein recht kleines Setup entschieden und wappnen uns mit gerade mal 3 Kameras und einer GoPro für den Gegensschuss aus Künstlersicht. Personell sind wir super aufgestellt und können fast alle davon auch bemannen. Zeitlich ist alles extrem entspannt. Gegen 15 Uhr schlurfen wir los, 16 Uhr ist eigentlich alles da wo es hingehört. Es bleibt noch genug Zeit um ein kleinen Abspann und ein paar Grafiken für die Pause zusammenzubauen.

 

Um 18 Uhr treffen dann noch die Kameraleute ein, so dass unser bunter Mix aus allen FeM-Ressorts nun vollständig ist: mit einem Admin der sich um den Stream kümmert, ein paar iSTUFF'lern die sich für Bildmischen und Kamera entschieden haben, ein paar Broadcast'lern die sich hier und da um das Setup des Wagens und die Verkabelung kümmern und sogar noch ein paar Marketingmenschlein die sich als Socialmediaperle verdingen.

 

Eine echte Neuheit ist dieses Mal, dass so viele "unbekannte" Gesichter sich im Wagen zu Gange machen. Doch diesmal arbeiten wir auf engstem Raum mit den Funkern zusammen und überlassen ihnen für ihren Sendemix unser Tonpult und die dazugehörigen Stageboxen. Und trotz aller Neckereien zwischen unseren Vereinen fällt es ihnen sichtbar schwer sich nicht von dem Kleinod Ü-Wagen anstecken zu lassen, was wir dort auf die Reifen gestellt bekommen haben.

 

Auch unsere inHouse-Querverkabelung zwischen dem FeM-Office und dem kleinem Studio im hsf bekommt dieses Mal tragende Funktion, da leider einer der mobilen Audiocodecs des Funks seit kurzem seine Dienste verweigert. Deswegen schlängelt sich nun ein kleines, unscheinbares weißes Cat.5-Kabel durch den Schnee und endet an der zwoten Stagebox, um von dort aus das Audio in den hsf-Sendeschrank zu leiten.
Apropos Schnee: So langsam sehen wir dem Sommersemester entgegen um endlich Betsy bei strahlenden Himmel und gemütlichen 25Grad einzusetzen.

 

Das Konzert ansich verläuft für uns ohne echte Vorkommnisse, wir genießen die schönen Bilder und wie die neueren Mitstreiter mit Begeisterung sich in ihre Arbeitsgeräte einarbeiten. Nach einem Raschen Abbau ist dann auch alles so schnell wieder vorbei wie es begonnen hat und wir können die Aktion noch bei einem gemütlichen Absacker im Club ausklingen lassen.

Touchdown in der Community

Freitag, 16ter Januar, Ilmenau, minus 3 Grad, nur der organgene Schein der Natriumlampen durchbricht das Dunkel der Nacht. Ein eisiger Wind umweht den Parkplatz vorm Hauptquratier des Broadcastteams der FeM. Da plötzlich zerreißt das klopfende Stampfen eines aufheulenden Dieselmotors die Stille. Scheinwerfer blitzen auf und plötzlich beginnt einmal mehr der chaotisch koordinierte Tanz der Scharr von Helferlein, die emsig Kiste um Kiste, Tasche um Tasche und Kabeltrommel nach Kabeltrommel in das noch dunkle schlummernde Innere der Bestie packen.

 

Doch die dunkle Bedrohung kann die tapferen Gefährten des Ü-Wagens nicht davon abhalten in diesem Jahr zum ersten mal die Übertragung des Snowbowl XIII umzusetzen. Denn seit einiger Zeit treibt ein Doppelagent der Ilmroosters sein unwesen bei iSTUFF und FeM und konnte uns davon überzeugen das Turnier zu streamen.

 

Alles in Allem ist das Ganze auch recht entspannt, nur ein Spiel gleichzeitig und ein aus dem normalen Football gewohntes, eher langsames Spielgeschehen. Dafür profitiert die Berichterstattung davon, dass alle 5 Kameras und Helfer sich voll auf nur ein Spiel konzentieren können. Der Aufbau erfolgt recht fix, fast alles ist ja bereits fertig verstöpselt im Wagen. Ungewohnt ist, dass wir die Halle fast für uns alleine haben, denn die meisten der Turnierteilnehmer haben sich in Jugendherbergen oder Hotels eingemietet. Noch einen Kommentatorenplatz errichtet und schon gehts mit dem Konfigurieren los.
Doch schon kurz nach dem Angriff der Netzwerkkrieger beginnen an der IT-Front die Gesichter länger zu werden. Durch ein Konfigurationsmissgeschick gibt es nur Gastnetz auf den Netzwerkdosen in der Sporthalle. Das ist wohl die Rache der Gewohnheit, da in letzter Zeit immer alles problemlos hingehauen hat. Aber die Jungs lassen sich nicht unterkriegen und schon kurz bevor man die Segel streichen will gibt es noch eine neue Hoffnung und es gelingt über ein paar Umwege doch noch Netz für alle Rechner zur Verfügung zu stellen, so dass der Stream losgehen kann.

Am nächsten Morgen geht's - wie immer für uns - viel zu früh los. 8Uhr morgens, es ist ein ewiger Kampf mit diesen Sportenthusiasten. Pünktlich ist auch der Mitbegründer der Ilmroosters und des Turniers in der Halle und kommentiert. Die Begeisterung der Turnierteilnehmer über den Stream ist für uns extrem überraschend. Über 100 Zuschauer in der Spitze schauen unseren Feed. Eigentlich läuft alles super, die neueren Teammitglieder können sich an Ihren Positionen austoben. Doch dann plötzlich das Equipment schlägt zurück: das Funkmikrofon der Turnhalle verweigert seine Dienste. Doch zum Glück haben wir alles zum wieder-in-Gang-setzen in unserem Werkzeugkoffer dabei. Zufrieden begibt sich Kai (der Moderator) wieder nach unten um optimale Sicht zu haben, aber er wird nicht zum letzten mal vorbeigeschaut haben wegen dieses Problems.

Da die meisten in der Mannschaft wenn überhaupt nur mit normalen Football vertraut sind, ist die Beobachtung des Spielgeschenens im ersten Moment schon etwas bizarr. Jedes mal, wenn man einen Tackle erwartet, springen die Spieler elegant um haaresbreite am Kontrahenten vorbei um eins der beiden namensgebenden Fläggchen zu erbeuten und den Zug so zu beenden. Bemerkenswert ist auch das Breite Spektrum der Teilnehmer quer durch alle Altersgruppen und Bauformen tummeln sich Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Spielgeschehen.

Wir freuen uns das unsere Technik durchhält, so bleibt mal wieder Zeit für mehr als nur statische Kameraeinstellungen. Auch der Moderationsplatz ist gut besetzt, teils von unseren Leuten, teils von Spielern. Manchmal ist es aber etwas verwirrend, dass über die Atmomiks noch recht viel vom Hallenkommentator im Stream landet.

 

Nach knappen anderthalb Tagen Spielgeschehen ist das Finale dann auch schon durch. Wir übertragen selbstverständlich wie gewohnt auch noch die Siegerehrung am Ende und werden fast ein wenig rot vor all den Lobeshymnen auf unsere Arbeit. Auch wenn ein fader Beigeschmack aufkommt, als Kai mit einer vom Dauermoderieren hörbar gezeichneten Stimme, seinen Rücktritt vom Moderatorposten verkündet.

Wir packen zusammen, mit einmal mehr schon wieder etlichen Anfragen für Übertragungen quer durch die Republik. Leider sind die meisten Termine davon schon durch andere Veranstaltungen belegt. Aber die Rückkehr der Broadcastritter wird nicht lange auf sich warten lassen. Sport gibt es spätestens zum Final 4 in Chemnitz wieder, dem wir unsere Teilnahme in diesen Tagen bestätigt haben. Und auch sonst werden wir uns nicht ausruhen und bis dahin noch einiges an Kultur, Hochschulpolitik und vielem mehr für euch übertragen. Außerdem ist nun auch wieder etwas Luft im vorlesungsfreien Zeitraum unsere Ausrüstung zu warten und darüber zu resümieren wie und wo wir es angehen können um nochmehr Qualität wie etwa HD stemmen zu können.

Erwachsen, das geht anders!

Gefühlt ist es noch nicht allzu lange her, da halfen einige der nunmehr altgedienten Broadcastleute noch bei der Umsetzung der 15 Jahre iSTUFF Jubiläumswoche mit. Und kaum schaut man sich um, ist iSTUFF erwachsen oder besser gesagt volljährig geworden - das älteste Ressort der FeM, welches zeitgleich am kürzesten im Verein ist. Seinen Anfang hatte iSTUFF schon ein gutes halbes Jahr vor der FeM am Institut für Medientechnologie der Uni, wo es von seinem Ziehvater Prof. Hans-Peter Schade ins Leben gerufen wurde.

 

Um dies entsprechend zu würdigen liefen seit Beginn des Semester die Vorbereitungen, getrieben von einer fleißigen Orgacrew. Statt einer ganzen Woche entschied man sich dieses Mal für einen fulminanten Galaabend und einer rauschenden Party im Club, wie es sich für die 18 gebietet. Und da kommt nun auch so langsam unser Ü-Wagen ins Spiel, dem die Aufgabe zu Teil wurde, eine Live-Schalte zur beginnenden Party in den BD-Club zu übernehmen.

 

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Im Vorfeld gab es natürlich zu klären, wie man technisch am Besten das ganze umsetzen könnte. Da es dieses Jahr terminlich erst hinter dem Congressstreaming lag, war es am Anfang noch nicht sicher ob wir - wie im Jahr zuvor - erneut auf die Glaswandlerstrecken zurückgreifen könnten, also schauten wir uns nach anderen Möglichkeiten um. Ideen dafür gab es viele:

  • eine klassische Streamingverbindung
  • eine Mischung aus DVB-T Abgriff, Stream und Teamspeak-Server
  • eine echte Video over IP-Strecke

Doch diese Varianten waren alle nicht 100% zufrieden stellend. Die IP-Strecke konnte mangelnder Zeit und fehlendem Handbuch nicht vollständig verstanden werden und funktionierte im Testbetrieb darum nicht stabil genug und das Streaming als Backup blieb im Hinterkopf, war aber aufgrund des hohen Delays nicht erstes Mittel der Wahl.

Dann, kurz nach Neujahr, die finale positive Antwort: wir dürfen die freundliche Leihgabe der Lynx Technik AG, die Glaswandlerstrecken, noch fast 2 Wochen länger behalten. Kurz darauf wieder ein Rückschlag: das Haus M wird saniert und dadurch ist der zentrale Patchknoten im Keller ordentlich in Plastik eingeschweißt um unser aller Netz gut geschützt gegen die Baumaßnahmen zu wissen. Doch nach einen gemütlichen Denkabend in der Nervenzentrale der FeM, kamen unsere pfiffigen Köpfe vom Technikteam auf eine alternative Route für eine Glastrecke: ein zusätzlicher Umweg übers Haus E. Die Signale liefen nun also die bestehenden Routen ins Haus M und von dort zum E um schließlich endlich zum Block D zu gelangen. Am Ende konnte so der Glaslink für 2 Videosignale und 8 Audioströme genutzt werden, während wir die normale Verbindung über einen Kupferlink temporär überbrücken können.

Der Plan stand, die Vorbereitungen wurden soweit möglich schon Tage vorher getroffen und dann kam Donnerstag, der Tag der Sendung...

 

And it's Jena all over again!

Denn was wäre denn eine Außenproduktion unseres Vehikels ohne das der Wettergott uns unhold wäre. Nachdem es Anfang der Woche noch eine neue Schicht feinen Puderschnee gegeben hatte, entschloss sich Mutter Natur natürlich passend für uns für einen kleinen Wetterumschwung mit 10 Grad plus und so ziemlich allen Sorten Regen und Wind die man so kennt aus der Gegend.

Beide Eingänge in die Schaltzentrale von Betsy sind dadurch entweder nur über matschigen Mutterboden oder noch hartnäckig standhaltende Eisschollen mit ähnlich hohem Reibungsfaktor zu erreichen. Naja wer wird sich davon schon unterkriegen lassen... einmümmeln und los geht der Aufbau. Allzu viele Kabel sind auch gar nicht mehr notwendig, obwohl der Aufbau mit 3 Kameras, 3 Beamern, zig Mikrophonen, Audioquerverbindungen und Subgruppen irgendwo in der Planungsphase doch wieder etwas ausgeufert ist. Schwamm drüber, show what your mama gave you; nicht kleckern sondern klotzen.

 

Ich liebe es wenn ein Plan... nach viel Hämmern und schweißen doch noch funktioniert

Wir sind soweit, wir haben das erste Bild aus dem Club an unseren Outputs anliegen, Zeit also die Glasstrecke final zusammen zustecken. Der Gang ins Medienlabor 2 ist schnell erledigt.

Nachdem noch an ein, zwei Stellen im Studio fix zur Hand gegangen wurde, Hinweise in der Bedienung der Gerätschaften und Möglichkeiten dieser jenseits des täglichen Gebrauchs weitergegeben wurden und man ein paar Kniffe zum Kapern für zusätzliche I/Os im Studio ausgetauscht hat, geht's wieder runter zum Club. Unten angekommen sieht alles prima aus wir haben ein kristallklares Bild aus dem ML2, wir sind beruhigt.

Wir nutzen die Zeit um die neuen Leute vor Ort anzulernen und die restlichen Handschläge für den Aufbau zu erledigen. Langsam rächt sich aber das vieles des Materials oben im Studio gebraucht wird, da das LTE in Ilmenau schon merklich in die Audiofunkstrecken einstreut. Dennoch gelingt es uns alle Wünsche der Moderatorin und ihrer rechten Hand, der Aufnahmeleitung, zu erfüllen, auch wenn etliche der Konstrukte lieber im Nebel der Vergessenheit abdriften sollten.

Und je näher der Sendetermin rückt desto häufiger werden die Anrufe... meist nur Kleinigkeiten die sich schnell klären lassen, aber einige sind schneller im Studio selbst behoben. Also etabliert sich ein stetes rauf auf den Berg, runter vom Berg, naja nass ist man ohnehin schon. Aber oft genug nimmt einen jemand nettes aus dem Team auch fix mit.

Aber dann, knapp zwei Stunden vor On Air der GAU-Anruf: das Bild vom Club ins Studio ist nicht zu gebrauchen. Nun ist guter Rat teuer, wir versuchen in der Eile den Fehler einzugrenzen. Die Vermutung liegt bei der recht langen Multimode-Strecke vom Haus H bis zum D. Wir hasten also los zum Betriebsraum, Monitor dran und verdammt noch eins, das Bild aus dem Club kommt hier sauber an. Kurz bevor wir aus Verzweiflung die Fasern tauschen wollen um zumindest da Sendesignal per Glas hoch schicken zu können, ergreifen wir einen letzten Strohhalm: Wir wechseln das GBIC aus, das Lasermodul ungefähr so groß wie der kleine Finger aber teilweise so teuer wie ein neuer Computer, so das nur noch Modelle vom gleichen Hersteller auf der Route liegen. Und siehe da, zurück im Studio ist nun auch hier der Club in bergseereiner Qualität zu sehen. Wir fummeln noch schnell mit den Kollegen zusammen das embedding und deembedding der Audiosignale aus dem Videostrom zurecht und verschwinden zurück zum Matsch vom BD Club.

 

Manchmal muss es eben Weh tun um gut zu werden

Langsam häufen sich nämlich nun hier die Fehlerteufel und die Komplexität des Audioroutings ist für Neueinsteiger doch schon recht fordernd. Ein Stunde vor Beginn: Ein letztes Mal hoch auf den Berg spurten um die letzten Fehler auszumerzen und den Ehrengästen wenigstens noch einmal kurz Hallo gesagt zu haben. Der Regen steigert sich zu seinem Höhepunkt als wir noch schnell Batterien für den Notfall auf dem Weg zurück holen.

Knappe 5min vor Beginn der Sendung nochmal schlechte Nachrichten: irgendwo haben wir beim Routing den Überblick verloren und das falsche statische Bild geht nach oben, aber nicht unsere Sendesumme. Also springen wir ins Heck und versuchen so schnell wie möglich die Fehler zu beheben. Leider bleibt nur noch genug Zeit für eine schlechte Hardpatchlösung aber seis drum in dem Moment. Wieder in die Kontrollzentrale und warten auf Stand-by.

Doch "was ist DAS plötzlich" quäkt es aus der Intercom von oben, wir hätten unseren Einsatz verpasst, doch haben wir dank Funkloch und Fehlersuche nicht einmal den Beginn der Sendung realisiert. Nach einem lauterem Diskurs mit der Sendeleitung via unserer Intercomleitung klären sich die Fronten ab - nun läufts bis auf Kleinigkeiten. Wir werden auf dem Laufenden gehalten und verpassen keinen Einsatz mehr, die Schalte wird zum heimlichen Höhepunkt der Sendung, zumindest für alle die den unerwartet harten Kampf dafür miterlebt haben.

 

Nach der Sendung heißt es noch fix den Club von allen Gerätschaften befreien, die Leute sind ja schließlich zur Party hier und sollen nicht über Kabel oder ähnliches fliegen. Trotz des immer noch mäßig einladenden Wetters entschließen wir uns doch noch den Wagen und Kabel wieder einzusammeln und zum Office zu bringen, statt das auf den nächsten Morgen zu verlegen. Immerhin hört der Regen im laufe des Rückbaus auf. Die Füße schmerzen, die Schuhe wurden mittlerweile in ein Feuchtbiotop umgewidmet und der Schmodder an den Klamotten trocknet langsam in eine brüchige Kruste als wir final im Office mit Ausladen und weg sortieren fertig sind.

 

Wir sacken erst einmal danieder um kurz zu verschnaufen und wieder warm zu werden. Aber es bleibt das geniale Gefühl es mal wieder trotz aller Widrigkeiten, die die Produktion nach uns geworfen hat, erfolgreich gewesen zu sein und die Sendung zu dem gemacht zu haben was sie geworden ist.

 

Doch bleibt wenig Zeit zum ausruhen die 20-Jahrfeier steht schneller ins Haus als damals die 18 in der Ferne stand.

Ho Ho Hockey

Oder auch: Alle Jahre wieder näherte sich, auch in diesem Jahr am ersten Advent, das traditionelle Ilmenauer Weihnachtsunihockeyturnier, kurz das iWUT 2014.
Und auch wir vom FeM-Broadcastteam waren erneut mit am Start, um unser Haus- und Hof-Floorballevent des Jahres zu unterstützen, mit dem vor mittlerweile 6 Jahren die Welle der Floorballturnierübertragungen angefangen hat.

 

Sehr viel hat sich turnierseitig nicht geändert. Immer noch gilt es nach zwei Tagen Spielbetrieb und 120 Spielen am Ende eine Siegermannschaft küren zu können. Übertragungsseitig haben wir uns dafür ein paar Gedanken gemacht und das Setup doch erheblich anders gestaltet, als in den Jahren zuvor. Die größte Neuerung ist dahingehend natürlich mal wieder unser neuer Übertragungswagen. Mit viel fahrerischem Können und scharfem Blick der Einweiser zirkeln wir das Fahrzeug neben die Stirnseite der Campusturnhalle, mit einem wundervollen Ausblick auf die Laufbahn und den Kletterturm.

 

Der Anschluss des Fahrzeuges gestaltete sich Dank der guten Planung recht unkompliziert. Gerade einmal vier Kabel bilden die Nabelschnur zwischen der Halle und der Regie von Spielfeld 1: unser Videomulticore, eine Netzwerkleitung, ein Kabel für den digitalen Audiobus und natürlich der "Lebenssaft der modernen Gesellschaft", Strom.
Die zweite Regie war nach wie vor im Inneren der Halle zu finden. Dies soll vor allem dem Lagerkoller entgegen wirken und den Kontakt und Support für die Kommentatoren schnell halten. Und auch optisch sah man auf den ersten Blick den Anbruch der neuen Zeiten. Wo vorher noch der Anblick riesiger Monitorwände - aus deutlich hörbar pfeifenden Röhrenbildschirme - stand, gähnt nun die Leere um einen einzelnen 26-Zoll-TFT-Bildschirm, der sämtliche Inhalte des Bildmischers darstellt.

 

Einer durfte natürlich auch in diesem Jahr wieder nicht fehlen. Unser guter alter Strømingfant, der sich immer größerer Beliebtheit bei den Teilnehmern auf Veranstaltungen erfreut und auch das ein oder andere mal geknuddelt wurde oder als Fotomotiv diente.

 

Eine der auffallensten Neuerungen, oder besser gesagt die Hörbarste, war die große Anzahl an Gastkommentatoren, die wir in diesem Jahr an unseren Mikrophonen begrüßen durften. Die Bilder sind dabei nur eine kleine Auswahl der ca. 15 verschiedenen Sprecher, die sich im Moderieren ausprobiert haben und dabei sichtlich ihren Spaß hatten. So wehte sogar noch ein kleiner Hauch der großen weiten Welt durch die Halle und durch den Stream, als auch ein paar Spieler des international besetzten Teams "Henky Unicorns" das Wort am Schallwandler ergriffen.

 

Für die größte inhaltliche Änderung in diesem Jahr sorgte aber die Orga des iWUTs selbst, indem sie sich ins Zeug legte mit neuen frischen Ideen aufzuwarten. So gab es in diesem Jahr die Premiere des ersten Flourball Miniturnieres am Samstagabend. Bei dem mit viel Einsatz die Halle von Streulichtern zu befreien war, um dann auf einem kleinen Feld unter Schwarzlicht-Illumination floureszierenden Bällchen hinterher zu heizen. Eine Aktion die sichtlich gut ankam und uns die Gelegenheit bescherte, uns nach einem langen Arbeitstag noch mit den LowLight-Qualitäten der Kameras zu befassen. Während hier schnell die passenden Einstellungen gefunden waren hatte es der Kommentator schon deutlich schwerer. Da es nur zwei Sätze an präparierten Trikots gab spielte am Ende irgendwie doch wieder "nur" Gelb gegen Weiß. Die Fotos zeigen den hochgradig künstlerisch ambintionierten Versuch der Automatikfunktionen unserer Fotoknipse, das Geschehen auf digitales Zelluloid zu bannen.

 

Da es beim iWUT 2013 leider eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat bis die Aufnahmen geschnitten und veröffentlicht waren (~11 Monate), haben sich unsere Jungs vom Recording dieses Jahr - trotz kaum überwindbarer Hindernisse bei der Hardware - nicht lumpen lassen und waren bereits in der Nacht vom Sonntag zum Montag mit allem fertig... fast schon rekordverdächtig!

Heiß, Heiß, BETSY

Keine 24 Stunden sind seit dem Tonart vergergangen da geht es für die Mitglieder des Broadcastteams schon wieder zur Sache. Nachdem wir am frühen Nachmittag noch die letzten Stücke Fremdtechnik zurückgebracht haben, beginnen kurz darauf die Vorbereitungen für einen der kürzesten Wege unseres Transporters. Die Fahrt beginnt auf ihrem kgewohnten Parkplatz vorm Haus L und wird Betsy bis zum Fahrradschuppen am Haus I führen. Zwar sind das gerade einmal 50m, aber dennoch wollen wir Stolperfallen vermeiden und stellen den Ü-Wagen dafür um. Auch wenn das manövrieren beim Ausparken, durch die PKW Dichte eine gefühlte Viertelstunde dauert und die Fahrt nicht ganz 60 Sekunden, behindern wir dadurch deutlich weniger Leute mit Kabeln.

 

Doch was führt uns eigentlich zu diesem Standort? Nunja vor nunmehr 3 Jahren haben wir zum ersten mal damit begonnen das Showkochen unserer Haus und Hofbar des BI-Clubs zu deren Clubgeburtstagswoche lice zu übertragen. Auch einige personelle Überschneidungen zwischen Clubeiern und Broadcastmitglieder haben dazu beigetragen.

 

Als Hauptschwachstelle der letztjährigen Produktion hatte sich das Licht herausgestellt, aber dafür sind wir in diesem Jahr deutlich besser gerüstet. Zusammen mit unserer neuen Kinoformatkamera haben wir auch in neue Leuchten investiert, was sich für die bevorstehende dunkle Jahreszeit als nicht verkehrt herausstelt. Denn nun verfügen wir neben unserem altbewährten Reportagekoffer mit 3mal 650Watt Halogenlampen über moderene Stromsparende LED-Lichtkoffer und einige neue Reflektoren, was die Ausleuchtung der Kochstellen und lokalen Starköche enorm verbessert. Auch die Verwendung einer Tischdecke statt des blanken Edelstahltresens Hilft enorm. Und mit Hilfe der neuen Fresnel Spotleuchten und der im zwoten Lichtkoffer enthaltenen drei Flächenleuchten können wir enorm viel, dank Akkuhalterungen auch mobil verwendbares, Licht auffahren.

 

Der Rest des Setups hat sich kaum verändert, außer das wir die Regie nun einfach umparken statt aufwendig rüberschleppen können. Wieder sorgen drei unserer P2-Camcorder für Bilder, wenn auch leider dank bescheidener Personaldichte nur eine davon bedient werden kann. Tontechnich erspart uns die digitale Multicorestrecke wieder einen dickeren Kabelwust und reduziert sich auf ein dünnes Cat.5-Kabel und die fähigen Hände unserer Tonleute, die aber mitlerweile so routiniert sind in diesen Setups, dass der Hauptfeind des Abends die bescheidene Akustik und die Feedbackfrequenzen des im Plattenbaukeller beheimateten Clubs sind.

 

Beim Streaming gibt es auch kaum Überraschungen, außer das zur Zeit die Aufgabe der Überwachung deutlich mehr Aufmerksamkeit bedarf, da wir leider vergessen haben an der Sendeschleifenroutine deie automatische Umschaltung zwischen 16:9 und 4:3 auszuschalten. Darum muß von Zeit zu Zeit unser Sendeprozessor von Hand wieder aufs Breitbild zurückgesetzt werden, ein weiteres mal träumt man an dieser Stelle von HD-Ausstrahlung die dieses Problem verringern würde, aber finanziell leider noch einige Stolpersteine hat.

 

Den Uplink bekommen wir dieses Mal statt über merklich schwankendes LTE wie in der Festhalle am Wochenende, über unser gutes alte FeM-Net direkt aus dem Betriebsraum so dass wir uns über die verfügbare Bandbreite keine Sorge machen müßen.Da es kaum echte Herrausforederungen gibt, können wir die Zeit nutzen um den ersten neuen Interessenten dieses Semesteres miz dem Bildmischer und seinen Funktionsumfang vertraut zu machen. Während es im inneren des Clubs dank Kochfelderen und hitzigen Wortgefechten der beiden Köche Jerry und Kirby heiß hergeht ist es im inneren der Regie durch den Temperatursturz der letzten Tage doch nötig die Türen geschlossen und die Kälte draußen zu halten. Auch der leichte Nieselregen ist ein guter Grund dafür, schließlich soll sich ja keiner eine Erkältung oder schlimmeres holen. Die beiden Rivalen im Inneren schenken sich nichts, nach dem zweiten Gang steht es unentschieden. Die Crew nutzt die Pause vorm Finale ersteinmal dazu um sich selbst etwas zu stärken. Nach der kleinen Rast gehts weiter Kirby schafft es in diesem Jahr den Sieg für sich zu verbuchen und kostet dies sichtlich aus.

 

In Rekordtempo haben wir von der Produktionscrew all unser Equipment wieder eingesammelt und im Lager des FeM-Offices verstaut und können noch weit vor Mitternacht auf den Feierabend anstoßen.

Vielen Dank an Frankie für die Bereitstellung der Fotos!

44.KW "Something old, something new, something borrowed, something blue"

Die 8te Übertragung des Ilmenauer Tonart Festivals.

Something old:

Wie schon der Titel verrät, ist es mal wieder soweit: mit dem Einbruch des Herbstes steht auch erneut das Tonart und dessen mediale Aufbereitung bei FeM ins Haus.

 

Als eines der absoluten Highlights eines jedes Jahres, können wir uns nun schon zum 8ten mal an der Übertragung der 9ten Auflage dieses Accapellafestivals verwirklichen. Vieles ist gleich geblieben, was zum großen Teil daran liegt, dass sich die Location in der Festhalle nicht geändert hat. Wie starten die Planung also ersteinmal mit unseren gewohnten vier Kameraperspektiven; Links und Rechts auf der Bühne, unsere rollende "Grabenkamera" und unserer Postion für das ruhige Händchen am 22fach-Zoom eines unserer Camcorder am FoH, direkt neben dem Ton- und Lichtleute des Festivals. Wie jedes Jahr sind wir dafür zuständig, sowohl den Zuschauern in der Halle, aber auch den Daheimgebliebenen in aller Welt, möglichst schöne Bilder vom Geschehen auf der Bühne zu präsentieren. Dazu haben wir uns wie gewohnt hinter unserer Monitorwand aus alten Studioröhren im buchstäblichen Backstagebereich verschanzt. Maximal 5m trennen uns und unsere Regiekommentare dort von der Glamourwelt und dem Publikum.

 

Der eifrige Leser dieser kleinen Kolumne wird sich an dieser Stelle vielleicht kopfkratzend wundern ob der Artikel aus dem letzten Jahr stammt oder ob wir unserem Ü-Wagen schon wieder untreu geworden sind, aber keine Sorge dies klärt sich im späteren Verlauf des Artikels noch auf. ;-)

 

Ebenfalls bewährt hat sich die bisherige Koordination des Aufbaus: bereits während der Woche sammeln wir die benötigte Technik rund um den Campus ein, da selbst ein so gut ausgestatteter Verein wie die FeM hier und da ein wenig Hilfe benötigt. Richtig los geht es dann am Freitag Nachmittag, dank Feiertag können wir dieses Mal recht zeitig loslegen und befinden uns bereits kurz vor 15 Uhr auf der 2ten Runde am Schornlager um die letzten Puzzlestücke einzuladen. Kurz nach sechzehn Uhr ist dann endlich alles dort wo es sein sollte und das große Strippenziehen kann losgehen.

 

Something new:

Aber es wäre ja viel zu langweilig und einfach sich auf den Leistung des letzten Jahres auszuruhen und das Setup nur stumpf nachzubauen. Also versuchen wir uns am nöhlen auf hohem Niveau:

Für den Livestream fehlten so zum Beispiel bis jetzt immer die totaleren Bilder, damit der Betrachter am heimischen Empfänger sich einen besseren Gesamtüberblick verschaffen kann. Außerdem war oftmals der Ton zu stark vom subjektiven Eindruck hinter Bühne geprägt, so fehlten hier und da die Bässe oder andere Bestandteile des Spektrums.

 

Um dies und noch ein paar andere Kleinigkeiten zu verbessern haben wir uns schon recht früh in der Planungsphase dazu entschlossen, unsere Betsy als wie man neudeutsch so schön sagt 2nd Production zu benutzen für den Stream.
Also parken wir unser neustes Spielzeug hinter der Festhalle, wo schon einst das Staatsfernsehen prakmatischer Weise einen Durchbruch in die Wand gestemmt hat um den kürzesten Weg in Innere zu nutzen.

 

Im Inneren unseres neuen Flaggschiffes standen der Ü-Wagen-Besatzung dann neben der deutlich ruhigeren Arbeitsatmospäre auch zwei zusätzliche Kameraperspektiven zur Verfügung. Zum Einen eine statische Totale die sich wie schon in den Jahren zuvor auf der Empore der Festhalle befand, aber sonst nur als Backup aufgezeichnet wurde, und zum Anderen ein komplett neuer Blickwinkel durch einen Remotehead den wir in die Mitte des Truss vorne an der Bühne montieren konnten. Dank einer vom Tooltime-Projekt neugebauten Ansteuerung dieses Krankopfes und einer Steuerung für die Parameter der Kamera (wie Zoom, Fokus und Blende) konnten hier komplett neue Bilder der Bands aber auch vom Publikum dem Bildschnitt zur Verfügung gestellt werden. Auf dem Kamerakopf befand sich eine unserer HPX250 Kameras, die durch ihren enormen Weitwinkel mit 3,9mm und der gleichzeitigen 22fach-Zoomoptik zu punkten wußte an dieser Position.

 

Ebenfalls ein neues Experiment ist es, alle Kameraperspektiven in diesem Jahr zentral mitzuschneiden um ggf. hier und da ein paar Patzer ausbügeln zu können und vielleicht übersehene Impressionen im nachhinein doch noch zu nutzen, die sonst im Eifer des Gefechts untergegangen wären. Dazu versuchen wir mal wieder bereits im Verein an anderer Stelle vorhandenes Wissen zu nutzen, denn unsere Jungs und Mädels vom CCCongress-Streaming plagen sich ja schon seit mehreren Jahren mit dieser Problematik herum. Zwar gibt es bei der mitlerweile in Hamburg stattfindenen Veranstaltung maximal vier Signale zum mittschneiden, aber die Verdopplung der Signale ist heutzutage mit moderner PC-Hardware auch bei 8 Signalen in SD keine allzugroße Herrausforderung mehr. Als lustiger Nebeneffekt wird sich nach dem Wochenende noch herausstellen das wir so noch einen zusätzlichen Directorskommentar aus der Regie mitgeschnitten haben, da dieser ja über das Interkom wieder im SDI-Signal der Kameraleute gelandet ist.

 

Something borrowed:

Troz des mitlerweile sehr beachtlichen Audio- und Video-Technikpools ist es trotzdem hier und da immernoch nötig einige Technikteile sich dazu zu leihen. So konnten wir erneut auf die freundliche Unterstützung des Institutes für Medientechnik zurückgreifen. Hierdurch konnten wir zum Beispiel die Kamera vor der Bühne durch den Einsatz einer Rollspinne und eines mechanischen Fokusgetriebes merklich stabiler und gleichzeitig für die Kameraleute ergonomischer gestalten.

 

Durch die geliehene Technik war es uns auch möglich die Signale hinter der Bühne zu splitten und zu verteilen. Durch das doppelte Regiesetup kamen wir so auf 34 Outputs am Videorouter in der Festhalle, was dann doch wieder einiges an Patchaufwand am Freitag Abend bedeutete.

 

Alles in allem gestaltete sich der Auf- und Abbau durch den auch als Materialtransporter benutzbaren Ü-Wagen deutlich entspannter und schneller als in den vergangenen Jahren, dennoch summierten sich die Transportwege um alle Technik zu bewegen auf fast 7 Tage die wir Technik holten und wieder wegschafften, obwohl der am Donnerstag gelegene Feiertag auch etwas dazu beitrug.

 

Somthing Blue:

Am Rande der Tonartunternehmungen hatte auch ein weiteres neues Mittel im Ausstattungsarsenal seine Premiere. Um den Aufwand der Verkabelung zu minimieren haben wir anlässlich dieser Verstaltung unser, zusätzlich zu den benötigten Kabeln für die Innenverkablung von Betsy gespendeten Kabeln von Sommercables, 8-Fach Videomulticore einsatzbereit gemacht.

 

Dafür haben wir das blaue, gut 30mm Durchmesser, aufweisende Kabel mit hochwertigen Steckern bestückt und auf der Trommelseite mit Panelbuchsen in einem selbstgedrucketen Adapterring versehen. In einem späteren Schritt wollen wir dann auch noch ein passendes Abrollgestell aus Metall selbst schweißen.

 

Im Gegensatz zu dem gut funktionierenden blauen Bestandteil des Setups, gab leider die rote Komponente kurz vorher den Geist auf. Denn eigentlich planten wir den Kameras ganz wie im echten Produktionsbetrieb ihre Beteiligung am Bild dieses Jahr neben dem Regiekommandos zusätzlich mit Tally, dem alt bewährten Rotlicht, zu signalisieren.

 

Doch leider hatte die noch extra gelötete Variante für den geliehenen Bildmischer für die Leinwand, noch etliche, nicht nachvollziehbare, Macken so dass wir auf den Einsatz verzichten mußten. Außerdem fiel uns im nachhinein noch auf, dass wir wenn am Besten gleich eine Schaltung benötigen die in der Lage ist die GPO-Signale von min. zwei Bildmischern zu vergleichen und den Kameraleuten die Beteiligung sowohl am Bild der ersten als auch der zwoten Regie mitzuteilen, damit sie nicht aus Unwissenheit das Bild On-Air verreißen. Aber die ersten Ansätze hierfür sind bereits kurz darauf im Wiki der FeM gelandet und warten nur noch auf einen Zeitslot oder interessierte Neumitglieder, die sich dem Projekt annehmen möchten.

 

Außerdem bewahrheitet sich die Vermutung, dass das Kommunikationskonzept bei solchen Setups noch einmal überdacht werden muss. Die bewährte iSTUFF-Koppelung von Bildmischer und Bildregie erweist sich hier nicht mehr als zweckmäßig, da dadurch die Bildauswahl für den zweiten Mix im Ü-Wagen doch zu schwierig ist, besonders wenn die Kameraleute außerdem noch nicht wissen das sie dort auf dem Programm sind. Hier muss bei zukünftigen Veranstaltungen noch mehr eine echte Bildregie die Kommandos für die Bildausschnitte geben, aber das ist wie immer einer der leidlicheren Aspekte am Lernfernsehen, da das nächste Event zum üben doch wieder erst zu weit am Horizont zu sehen ist.

 

Dennoch bleibt ein fast durchgehend positives Fazit des Abends.

Seitens der Veranstalter gab es keinerlei Beanstandungen an dem Bildern. Die bitterste Pille die wir schlucken mußten war der Stream der leider fast pünktlich 5min vor Beginn der ersten Band abriss und erst nach etlichen Bemühungen während der dritten Band des Abends wieder halbwegs stabil lief. So konnten wir dieses Jahr leider nur auf deutlich weniger Zuschauer im Web gucken, auch wenn es mit 30 Clients ein dennoch nicht ganz schlechtes Ergebnis war, für die nicht allzugroß propagierte Übertragung. Aber hier besteht eindeutig Verbesserungsbedarf für das große 10-jährige Jubiläum im nächsten Jahr.

 

Am Ende des Abends überwiegt dennoch die Freude in der Crew über das Geleistete. Nach einer kurzen Aufräumphase um die Technik aufgeräumt für die Nacht zu hinterlassen, können wir die Leute in die wohlverdiente Aftershow-Helferparty entlassen, die die Hartgesottesten dann erst nach der Frage des DJ's nach dem Lichtschalter verlassen.

Der Sonntag ist dann wie gehabt mit einem entspannten ruhigen Abbauen und Abtransport der Technik gefüllt, dass sich bis gegen 19 Uhr erstreckt bis auch die Kamera im Truss wieder am Boden angekommen und eingepackt ist.

 

Wir freuen uns schon auf das Zehnjärige im nächsten Jahr, haben aber eigentlich gar keine echte Zeit zum verschnaufen da am nächsten Tag schon ein kleines aber liebgewohnenes Streamingprojekt ansteht: das alljährliche Showkochen des BI-Clubs als fulminanter Auftakt in deren Clubgeburtstagswoche.

Statusupdate 42.KW "Das BeatMobile"


Die Beat Definition gehört zum Programm des BD-Clubs und ist inzwischen zu einer beliebten Veranstaltung auf dem ilmenauer Campus geworden. Zur Clubgeburtstagswoche werden immer besondere DJ eingeladen und es wird ein bisschen mehr in die Technik für die Liveshow installiert.

Nun schon im dritten Jahr in Folge ist das Vjing-Team der FeM e.V. an diesem Abend mit dabei. 

Neue Herausforderungen 

Bisher hatten wir vorrangig Beamer für den Einsatz im Club für die Darstellung eingesetzt. Auf Dauer war diese Konzept nicht mehr umsetzbar weil der Platz im Club und die Höhe der Decke (2,5m) beschränkt ist. Die ersten Überlegungen sahen ein DJ-Pult aus LED-Matrixen und weitere an der Rückwand der Bühne vor. Leider liegen die Mietkosten noch weit außerhalb des bezahlbaren Rahmens. Deshalb entschieden wir uns für vier Flachbildschirme die hinter dem DJ mittels Tras angebracht wurden. Eingesteuert wurde diese mittels eines Quadsplitt. Dieser verteilt ein Inputsignal auf bis zu vier Monitore. Dabei bekommt jeder Bildschirm nur einen bestimmten Teil.

Gemütlich im ÜWagen

Mangels Platzangebaut waren wir schon immer darauf angewiesen unser Lager außerhalb des Club aufzuschlagen. In den letzten Jahren haben wir dazu immer den Transporter ILSC genutzt. Eine Bank, zwei Stühle, eine Heizung und schon konnte es losgehen.

In diesem Jahr haben wir den neuen ÜWagen genutzt und ihn in ein VisualArt-Mobil umgewandelt. Die Ausstattung des ÜWagen war für unsere Zwecke schon sehr gut Bildmischer,Monitore und eine Heizung. Quasi alles was man für eine lange Nacht braucht. Lediglich das Tonmischpult haben wir den Abend ausgebaut, weil wir einfach mehr Platz benötigten.

Technische Umsetzung

 

Fazit

Die Videowand war das Highlight im Club und wir haben sehr viel positives Feedback bekommen. Der Aufbau wird sicher auch in Zukunft die Basis für weitere Veranstaltungen im BD-Club sein.

Für die Zukunft wollen wir unsere Auftritte weiter verbessern. So wäre es technisch möglich unsere Software mit dem Lichtpult zu koppeln. Wir müßten die Farbe nicht mehr manuel dem Licht anpassen. Wir haben auch gemerkt das wir mit dem Content langsamer sind als die Musik. 

 

 

Status 41.KW *Sending from the top of the World*

Wir senden Live vom Kickelhahn.

 

Es ist mal wieder die Zeit in Ilmenau gekommen in der nach einer Langweile, der leeren Straßen und umherfliegenden Wüstenbüsche plötzlich wieder überall auf dem Campus emsige Betriebsamkeit herscht. Denn die Universität und all ihre Vereine, Clubs und anderen Ehrenamtlichen sind am werkeln, putzen und erneuern um sich in ein vorzeigbares Licht zurücken. Ab nun zählt nämlich wieder für die nächsten Wochen der erste Eindruck. Alle wollen nur das eine in diesen Tagen.... nämlich viele von den frisch angekommenen neuen Studenten für sich und ihre Sache begeistern.

 

Nachdem wir zusammen mit dem Rest von FeM und iSTUFF uns schon auf dem Erstigrillen und der Vereinsvorstellung präsentiert und mit den Fragen der Neuankömmlinge haben löchern lassen, stand nun ein Einsatz der spezilleren Art an.

Seit etlichen Jahren brodelt immer und immer wieder die Idee im Verein eine Sendung live vom Kickelhahn in Ilmenau aus zu senden. Warum nicht also gleich versuchen, damit noch etwas Präsenz zu zeigen und Eindruck zu schinden? Da bietet sich die traditionelle Kickelhahnwanderung, organisiert von der ISWI, an.

 

Als alles steht und der Wagen samt seiner IT hochgefahren ist, kommt der spannenste Moment des Tages: Haben wir Empfang mit unserem Router und wie gut ist die Verbindung über unsere UMTS-Karte?

Der Stresspegel sinkt, voller Empfang. Wir könnten live gehen, warten aber noch bis die ersten Wandersleute in Sichtweite sind um nicht zuviel vom Volumen zu vergeuden. Gegen 16:30 Uhr war es dann soweit. Hinter dem Banner der Erstiwoche vereint trudelt der Tross am Gipfel ein.

Wir starteten den Uplink und sendeten die ersten Bilder über unsere Sendeinfrastruktur.

 

Ein fixer Kontrollanruf und uns wurde bestätigt das wir im DVB-T zu sehen sind. Die Qualität ist bewusst niedrig gehalten, damit wir möglichst lange ohne Drosselung streamen können. Später stellen wir per Speedtest einen Wert von 1,8MBit/s Upload-Geschwindigkeit fest. Den Ton bekommen wir von den Kollegen vom Radio hsf, die tapfer in der Windschneise bei ihrer PA ausharren.

 

Ein echtes Sendekonzept gab es nicht, die Gestaltung des Programms erfolgte improvisiert. Wir kombinierten das Ganze mit dem Einfangen einiger Stimmen und Bilder für die nächste Ausgabe von sPI-TV.

 

Nachdem der Sprecher den geplanten Unterhaltungsteil des Nachmittags mit seiner schon merklich von den Strapazen gezeichneten Stimme beendete, sendeten wir noch ein paar Minuten Impressionen bevor wir das Live-Programm beendeten.

 

Nach dem raschen Rückbau machen wir uns inklusive unseres Strømingfanten wieder zurück ins Tal und beenden damit diese kleine aber schon lange gewollte Reise.

Status Update 39. KW "Campus Noir"

Am Vorabend der Schwarzen Nacht

 

Zwei Wochen sind vergangen seit der Schlammschlacht bei den Sachsensümpfen in Jena und der nächste Einsatz steht vor der Tür. Doch was ist in der Zwischenzeit passiert, mag sich der ein oder andere Leser fragen?

Nach zwei Tagen Ruhe schnappten wir uns die ToDo-Liste und arbeiteten weiter, damit der Wagen möglichst bald seinen Baustellencharme hinter sich lässt. Die Hauptbeschäftigung war dabei die Ordung im Geräterrack und die Beleuchtung des Innenraums. Die offenen Kabelkanäle wurden geschlossen, die hinteren beiden Arbeitsplätz wurden fast fertig gestellt. Das Lichtkonzept konnte schon in weiten Teilen umgesetzt werden und bietet nun eine sehr angenehme, einstellbare Arbeitsbeleuchtung. Insgesamt ist der Innenraum nun schon fast fertig – was die Funktionalität angeht

 

Doch was steht an? Eine der großen Veranstaltungsreihen der Ilmenauer Clubszene ist der Campus Noir. Dieser wird von der ILSC und im Besonderem vom bc-studentenclub organisiert.

Dabei stand am Freitag zuvor ein Sonderkonzert in der Ilmenauer St.-Jakobus-Kirche an. Wir wurden eingeladen, das ganze Konzert bildtechnisch zu begleiten. Es spielten die Bands Golden Apes, sowieo Árstíðir aus Island. Grob vereinfacht Musik aus dem Akustik-Gothic-Bereich.

 

Nach den vielen Sportübertragungen im Sommer war Musik eine willkommene Ablenkung für uns. Als Herrausforderung für dieses Event hatte man sich eine Produktion in HD gewünscht und schon unseren Ü-Wagen Betsy an ihrer momentanen Achillesferse erwischt, dem Bildmischer. Unser aktueller Indigo Mischer ist zwar ein super Gerät, mit so ziemlich allem was man sich wünscht als kleiner Studentischer Verein, aber leider kann er maximal zwei Signale in HD verarbeiten.

 

Wie aus „Pre-Ü-Wagen Zeiten“ gewohnt, organisierten wir uns einen passenden Ersatz. Ein Panasonic Bildmischer, der bis zu acht Kanäle mit viermal HD-SDI und zweimal HDMI direkt verarbeiten kann. Dies reichte für die vier bis fünf angepeilten Kameras, auch wenn eine Bedienung mit nur vier Kanälen direkt und den anderen vier per Shift-Taste doch etwas friemelig ist. Allerdings können wir so gleich einmal die HD-Fähigkeiten und das für eine zweite Bildregievorgesehene Steckfeld testen.

 

Den ursprünglichen Plan das ganze mit mehreren Blackmagic Kameras, inklusive unserer eigenen Neuanschaffung, zu filmen mussten wir aufgegeben, da die Kameras nicht auf einen der auftreibbaren Bildmischer zu bekommen waren. Zum Glück stellten wir das bereits vorher im FeM-Office und nicht erst in der Kirche fest.

 

Der Aufbau verläuft wie erwartet sehr entspannt. Die größten Herrausforderungen waren das vermeiden von Stolperfallen und eine Standortwahl für unser Audiopult, da dieses erst einmal dem Ersatzbildmischer weichen musste.

 

Das Pult stand am Ende in einem kleinen Hinterzimmer der Kirche, aber dank der digitalen Stageboxen war die Verkabelung durch eine einzige RJ-45 Leitung zum Ü-Wagen kinderleicht hergestellt.

 

Schwieriger gestaltete sich die Videoverkabelung. Leider erwischten wir bei einem der Videorouter ein „Montagsgerät“, bei dem ein Ausgang nicht funktionierte. Dieser ist deshalb unterwegs zur Reperatur bzw. Austausch. Wir schlossen die Lücke, indem wir unsere als Verteilverstärker gedachte kleinere 20x20 Kreuzschiene nutzten. Diese hat aber scheinbar die SMPTE Spezifikation zu ernst genommen oder nur bedingt realisiert, so dass es nach 150m Kabeltrommel plus etwas Patchkabel nicht mehr möglich war, auf den Trilevel syncron zu takten.

 

Unser zweiter Videorouter schaffte dies hingegen ohne Probleme, so dass wir die Signale mehrfach durch die beiden Kreuzschienen schleifen mussten, um sie überall hinzubekommen ohne den kompletten Ü-Wagen umstecken zu müssen. Das finden dieses Fehlers kostet uns fast eine Stunde und etliche Nerven.

 

Als Fazit halten wir fest das ein späteres HD-Setup im Wagen nochmal gründlich geprüft werden muss, bevor wir damit auf Tour gehen.

 

Bei der Verkabelung der Kameras stellen wir fest das wir zwar Tallys dabei haben, aber kein passendes Anschlusskabel für den geborgten Bildmischer. Somit fiel die Signalisierung darüber für die Kameraleute flach. Wir setzen stattdessen auf eine Intercomlösung, die aus einem, über unser Tonpult verteiltes Mikrofonsignal aus dem Wagen an zwei Funksender die am FoH-Platz lagen, weitergeleitet wurde.

 

Das zweite Ärgernis war der ernorme Batteriehunger der mobilen Sende- und Empfangseinheiten. Da müssen wir in naher Zukunft noch einmal überlegen, wie wir aus unserem 3D Drucker im Office einen passenden Netzteiladapter für zweimal AA Batterien herstellen lassen können.

 

Ansonsten verlief der Abend ohne große Probleme. Unser Fahrer hat versucht den „Seegang“ auf der Brücke mit dem Wagenheber zu bekämpfen, da der Parkplatz vor dem Glockenturm ziemlich abschüssig ist. Genützt hat dies nur wenig – wir arrangieren uns also damit, dass man etwas vorsichtiger mit den Stühlen handtieren muss um nicht in seinen Nebenmann zu rutschen.

 

Wir zogen unser Fazit und planen für die Zukunft, was man nicht noch alles brauchen könnte. Allerdings blieb uns durch die Erstiwoche nicht viel Zeit zum Träumen, da Betsy uns bei der Suche nach frischen Studenten und engagierten FeM'lern helfen soll.

Status Update 37.KW - Erster Praxistest für unsere "Betsy"

Der erste Einsatz - Operation "Fliegender Morast"

 

Freitag 12ter September nach fast 2 Wochen intensiver Arbeiten am Innenleben des Ü-Wagens steht nun der Tag der Bewährung an. Ganz fertig ist zwar noch nicht alles geworden, dank einiger Lieferverzögerungen. Aber sei‘s drum auf geht‘s der Einladung zur Deutschen Frisbee Meisterschaften im Ultimate nach Jena.

 

Was uns erwartet wissen wir nicht hundertprozentig, deshalb fürs erste mal Frisbee doch lieber erst mal auf Nummer sicher packen was das Equipment angeht. Problem eins: seit Donnerstagabend regnet es fast ohne Unterlass in Ilmenau und auch im Rest von Thüringen. Selbst die 5m vom Ausgang des Office bis zu „Betsy“ auf dem Parkplatz haben ausgereicht das sich im Fußraum der Seitentür erste Pfützen entstehen zu lassen. Am Ende der Aktion ist nun der komplette Arbeitsbereich bis knapp über die Tischplatte vollgestapelt mit Kameras, Stativen und was halt noch so alles für ne Außenübertragung nötig ist. Auf geht‘s Richtung Autobahn, vorher noch ein schneller Tankstop und Reifendruck geprüft. Und wieder einmal werden uns die Dimensionen des Fahrzeugs klar, der Luftschlauch reicht nicht bis ans hintere rechte Rad, naja einmal kurz neuplatziert und schon steht alles auf Sollwert. Letzter Treff mit unserem Personenfahrzeug 100m vor der Autobahnauffahrt, alle vollständig also endlich los nach Jena. Zum Glück ist es bis Jena nur ein Katzensprung. Zwei kleine Staus und ne knappe Stunde prasselnden Regen und schon biegen wir ab in die Einfahrt zum Ernst-Abbe-Sportfeld. Doch wo ist das Personenfahrzeug, kurze Anruf und die Auskunft das es auch gleich eintrudeln wird.... 15min später ist die Mannschaft wieder komplett, naja Navi vs. Auf die Karte gucken 0:1.

 

Wir parken die Fahrzeuge erst einmal draußen und gehen auf die Suche nach unserem Ansprechpartner. Es folgt eine erste kleine Unwegsamkeit die beiden Spielfelder vor unserem geplanten Standort an einer Garage wurden vom Platzwart gesperrt. Wir sollen nun andere Felder mitten in der grünen Wiese filmen. Naja immerhin gibt es einen Stromkasten in der Nähe. Dennoch laden wir die Gerätschaften erst einmal in der Garage aus, damit wir im Wagen Platz zum Arbeiten haben und noch die letzten Tests und Konfigurationen vornehmen können. Zwei Schotterwege später stehen wir am finalen Einsatzort und warten auf dem Menschen mit dem magischen Kasten um uns mit Strom versorgen zu können. Naja wir nutzen unsere gute Laune und vertreiben uns die Zeit damit, unsere LTE-Antennen am Fahnenmast zu improvisieren. Die Zeit vergeht, die Sonne neigt sich dem Horizont entgegen zumindest vermuten wir. Durch die Regenwolken haben wir Kollege „Strahlemann“ heute noch nicht wirklich zu Gesicht bekommen.

 

Eine kleine Weile später kommt einer der Geländetechniker, doch am Schlüsselbund will einfach nix passen. Er versucht einen anderen Bund zu besorgen und entschwindet erst einmal wieder. Die Motivation schwindet mit der einsetzenden Nacht, die Klamotten werden immer klammer. Wieder etwas später die finale Absage des Platzwartes der Schlüssel ist nicht auffindbar heute gibt es keinen Strom mehr.

 

Kurz darauf die Entwarnung, der Spielplan hat sich erneut geändert zurück zum alten Standort. Wieder umparken aber das nehmen wir für Strom gerne in Kauf. Fix ein Kabel von Garage zum Wagen und als Erstes die Klimaanlage zum Entfeuchten angeworfen, damit unsere Technik nicht sofort die Hufe hoch macht. Wir nutzen die Wartezeit um uns was zu Essen zu besorgen. Es wird ein Klassiker der Studentenküche: Fußmarsch und Pizza.

 

Gegen 21Uhr sind wir wieder am Fahrzeug, und beschließen das es Trocken genug ist damit wir die letzten Dinge für morgen vorbereiten können. Unser IT'ler bekommt einen Stuhl hingeschoben, seinen Laptop auf den Tisch und konfiguriert fröhlich an seinem NAT weiter. Doch es fällt auf das eine der Komponenten die nicht mehr rechtzeitig eingetrudelt ist: die Beleuchtung. Wieder improvisieren, Baustrahler, eine Reportageleuchte die auch gleichzeitig Wärme spendet und alles was sonst noch Hell macht. Es geht voran. Wir bauen unseren Audiomixer noch auf und verkabeln ihn. Unsere Klamotten bekommen noch nähere Bekanntschaft mit der glitschigen Pampe die einst Rasen rund um die Einstiege zum Fahrzeug war. Gegen 23Uhr ist für diesen Tag Schluss. Wir werden vom Hauptorganisator eingesammelt der gleichzeitig auch noch unser Gastgeber ist. Der hat auch gleich noch eine gute Nachricht im Gepäck: morgen geht‘s erst um 12 Uhr mit dem Spielbetrieb weiter, wir können also etwas länger schlafen. Als Unterkunft erwartet uns statt sonst gewohnten Campingfeeling mal etwas besonders: eine Gründerzeit-Villa mit Ausblick über ganz Jena, echte weiche Betten und eine warme Dusche besser: geht‘s nicht!

 

Samstag: "And I wonder still, I wonder who'll stop the rain"

 

Trotz einer sehr erholsamen Nacht fällt das fertig Machen für den heutigen Tag schon sichtlich schwerer. Wir falten uns in den PKW und fahren zurück zum Sportfeld.

Das Wetter ist ungefähr 2 Nuancen heller als Gestern, der Regen etwas sprühender als die Tropfen zuvor. Los geht’s! Ziel Eins für heute: wir brauchen Netz damit wir mit dem Stream loslegen können.  Während der „IT-Guy“ beschäftig ist legt der Rest schon los mit Kabel legen, Kameras Wetterfest machen und möglichst hübsche Blickwinkel finden. Erste kleinere Enttäuschung: unser Automatisiertes Bauchbinden-System fällt den Wettergeschuldeten permanenten Spielplanänderungen zum Opfer – egal positiv denken. So haben wir einen Kameramann mehr.

Wir probieren mehr ratlos als wissend mit unseren LTE-Antennen rum um nach 30 min festzustellen das wir momentan ohne extra gerichtete Antennen am Router etwa 20 mal mehr Upload hinbekommen?!? 8MBit/s – für drahtlos ein super Wert.

 

Fast pünktlich zum Spielstart vom Bad Skid gegen Frühsport Köln sind wir auf Sendung. Prima Einstand: wir erwischen zu Eröffnung das kürzeste Spiel des gesamten Turniers nach 20min ist es auch schon wieder aus. Der Regen im Eingangsbereich wird wieder schlimmer, wir entscheiden uns ein Vordach zu improvisieren und stellen die Nützlichkeit unserer großen alten FeM PVC Plane fest. 10 min. Später freuen wir uns aufs langsame Abtrocken des Einstieges und treffen unseren Ansprechpartner der Hauptorganisation wieder. Er hat Neuigkeiten für uns, es gibt einmal mehr eine  Änderung im Plan: es wurden Spiele gestrichen und die Finale finden nun auf der Kunstrasenanlage statt.

Für uns bedeutet dies nun Abriss unseres frisch fertiggestellten Zuhauses und einen erneuten Umzug. Doch diesmal ist das viel eine Hand voll Strippen abgekabelt und schon kann sich unsere Mobile Produktionseinheit auf zum neuen Spielfeld machen. Noch schnell die Peripherie hineingeworfen und langsam rollt „Betsy“ über den Modder davon. Der Rest der Crew bahnt sich zu Fuß den Weg durch den Matsch.

 

Kaum dort angelangt müssen wir uns umgewöhnen: der feste Pflasteruntergrund ist ungewohnt. Dennoch geht nun alles fix keine halbe Stunde später ist der Wagen schon wieder auf Sendung.

Langsam bleibt Zeit um uns mit dem Geschehen auf dem Rasen zu befassen. Es ist anfangs schon sehr ungewohnt eine Sportart zu übertragen, die zur Abwechslung ohne Schiedsrichter auskommt. Die Regel werden einfach durch die Spieler oder die Zuschauer am Spielfeldrand überwacht. Nicht einmal einen offiziellen Anpfiff gibt es.     

Dennoch ein sehr unterhaltsamer Sport und wir bekommen auch gleich die oberste Liga vor der Kamera präsentiert. Und auch für die Kommentation hat es diesmal geklappt über den Ausrichter einige der Sportler zu bekommen. Auch wenn wir unsere bewerten und Floorballgegerbten Sprecher in Team etwas vermissen, ist das Fachwissen der Jungs vom Frisbee-Verband nicht zu toppen. Die Jungs scheinen auch sichtlich Spaß dabei zu haben und gehen bei den Spielen so mit, das sich unser Bildmischer schon langsam über aufkommende Seekrankheit beschwert.

Die Sonne neigt sich langsam, da ereilt uns eine Neuigkeit: zum Ausgleich für die Schlammschlacht auf den Fußballfeldern und die Abgesagten Spiele der unteren Ligen, hat die Orga es geschafft, dass das letzte Spiel des heutigen Tages unter Flutlicht stattfinden wird. Wir sind gespannt ob und wie gut diese Lichtverhältnisse von den Kameras noch genutzt werden können. Schließlich ist dies für das FeM Broadcast Team eine Premiere.

Das Licht passt, alles super Bildtechnisch und nach dem Spiel hält sich der Aufräumaufwand für den heutigen Tag sehr in Grenzen. Binnen 15 Minuten sind die Kameras im Fahrzeuginnerem verstaut und mit einen kurzen Tastendruck ist der Wagen sicher verschlossen für die Nacht.

 

Sonntag: „From Dawn til Dust“

 

Nach einem gemütlichem Abend im Jenaer Nachtleben mit leckerem Essen beim Mexikaner und einer unfreiwilligen Teilnahme am Stadtfestfeuerwerk. Diesmal war die Nacht ein wenig kürzer, was zwei Gründe hat:

 

zum Einem hat das Ausklingen des Abends etwas länger gedauert und zum anderem beginnt der Spielbetrieb heute schon um 9Uhr. 8Uhr schließen wir den Wagen auf und beginnen die Kameras wieder am Rand des Kunstrasens aufzustellen. Das Wetter hat sich für die Verhältnisse der Letzten Tage deutlich Verbessert, es gibt nur noch selten sehr feinen Nieselregen. Das Pflaster ist schon Trocken, der Matsch auf dem Rest des Geländes zumindest gefühlt einen Tick zähflüssiger. Die Übertragung der Spiele läuft Prima, hier und da müssen wir mal etwas nachtreten wenn sich die Verteilplattform unseres RTMP Streams nicht mehr ordentlich weiterverteilt. Die Hektik der Ersten beiden Tage ist verflogen. Wir können uns sogar schon der Erfassung der der ersten Verbesserungsvorschläge und kleine Mängel befassen. Die Liste kommt trotz der Einsatzbereitschaft immerhin noch auf etwas mehr als eine lose Beschriebene A4-Seite.

Wir verbrauchen das erste Datenkontingent der LTE SIM-Karte und müssen auf die zweiten 18GB wechseln was einen kleinen Ausfall des Programms verursacht. Ein kleinen symbolischen Klaps für unseren IT'ler, dass er doch bitte kein komplett offenes WLAN aufspannen soll, aber auch das ist mehr willkommene Abwechslung als ein Problem.

Die Zeit verfliegt und schon sind die Finalspiele vorbei. Die Gewinner stehen fest: bei den Damen gewinnt "U de Cologne" und bei den Herren "Bad Skid". Die Siegerehrung fällt sehr kurz aus, viele Teams sind bereits am Samstag heimgefahren viele der Ergebnisse muss der Verband erst noch auswürfeln, weil Spiele ausgefallen sind.

Wir beginnen kurz danach unsere Zelte abzubrechen, leicht genervt merken wir jetzt wieder wie viel Matsch und Moder unser Equipment abbekommen hat. Das Putzen von Kabeln, Stativen, Cases und noch vielem mehr nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Doch auch das ist nach gut anderthalb Stunden erledigt und wir sind bereit für die Heimreise.

Ein vorerst letztes Treffen mit der Tunier-Orga zum Tschüss sagen und einem ersten Austausch wie das Experiment Frisbee-Streaming angekommen ist. Das Fazit haut uns fast aus den Socken, soviel positives Feedback haben wir schon lange nicht mehr bekommen, durch die Bank weg waren alle begeistert. Wir müssen sie fast schon Bremsen um nicht gleich für die nächsten Tuniere „gebucht“ zu werden. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten für die Wegzehrung, wir verabschieden uns und bedanken uns für die Gastfreundschaft. Einen letzten Trott durch den Matsch später und es geht wieder auf die Autobahn. In der Abenddämmerung erreichen wir die Vertrauten Berge Ilmenaus und schlussendlich den Parkplatz vorm Haus L.

In einem letzten Kraftakt verstauen wir die Technik wieder in ihren Lagerstätten und lassen uns dann beim georderten Abendessen auf der Couch nieder. Die Gespräche drehen sich zur Abwechslung mal nichtmehr um das große Projekt Ü-Wagen, dafür sind wir dann für heute doch einfach zu erschöpft.

 

 

Montag: “Working at the car wash, yeah”

 

Am Ende einer ausgiebigen Schlafphase und gemütlichem Aufstehen, betrachten wir am Montag die Spuren die das Event an „Betsy“ hinterlassen hat. Wir stellen fest das Sie sich wacker geschlagen hat, nur ziemlich schmutzig hat sich unsere Lady bei der ganzen Nummer gemacht. Da hilft kein Maulen und kein Meckern der Dreck muss weg. Zum Glück ist uns Mutter Natur holde und beglückt uns für die Waschanlage mit Sonnenschein. Mehrere Eimer Wischwasser und einen ordentlichen Schwung Elan später finden gefühlt mehrere Kilo feinster jenenser Mutterboden nun ein neues Zuhause und unterstützen nun den Wachstum auf dem neu sprießenden Gras rund um die Parkplätze vorm Office.

Damit erklären wir den ersten Einsatz für abgeschlossen und widmen uns gedanklich den noch zu erledigenden Baumaßnahmen im Innenraum die demnächst anstehen, denn das nächste Event blitzt schon hinterm Horizont hervor und für die Erstiwoche wollen wir uns natürlich auch von unserer besten Seite zeigen.

Status Update 38.KW "The laser is a solution in search of a problem."

 

Der Ü-Wagen soll flexibel für unterschiedliche Events eingesetzt werden. Daher ist der Einsatz von Patchfeldern notwendig. Um das Chaos gering zu halten, ist eine eindeutige Beschriftung notwendig. Auf der Suche nach einer robusten und dauerhaften Lösung, haben wir uns für eine Lasergravur entschieden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Zitat: Arthur Leonard Schawlow - Erfinder der Grundlagen der Lasertechnik

Status Update 36.KW "IL-TV-1"

Es ist endlich soweit!! IL-TV-1 (Projektname "Betsy") ist on the road! Nach dem Grundausbau und offizieller Begutachtung ist unser Ü-Wagen nun endlich zugelassen! Wer jetzt allerdings denkt, das wärs gewesen - weit gefehlt! Auf uns wartet nun noch unter anderem das Einziehen der Kabel, endlose Crimp- und Lötverbindungen, das Einrichten der Arbeitsplätze ...

Es steht uns also noch ein ganzes Stück Arbeit bevor, bis wir wirklich die erste Sendung aus unserem Ü-Wagen senden können, aber es geht voran! Schließlich ist ja die "Jungfernfahrt" schon geplant.

Es werde Licht!

Andi hat uns mit großem Aufwand (Danke Andi ;) ) ein Beleuchtungskonzept erarbeitet. Zu sehen sind die einzelnen Spots für Arbeitslicht und seitliche RGBW LED-Streifen für Ambientebeleuchtung. Das Licht wird für jeden Arbeitsplatz separat steuerbar sein, um optimale Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Eine Ansicht des Arbeitsraumes "durch" die Seitenwand

Status Update 29.KW

 

Unser Ü-Wagen befindet sich momentan bei einem Fahrzeugbauer. Dort werden gerade Racks, Arbeitstische, eine Kabeldurchführung, eine Klimaanlage und Verkleidungen eingebaut. Auf den Bildern kann man bereits die fertigen 19"-Racks, die Arbeitsplatten, die Kabelklappe und die Klimaanlage erkennen.

Statusupdate #1

Man kann schon etwas erkennen! Leider wirds wohl nichts bis zum IFC in Dresden :(

"Sie haben Post"

Wir haben "ein wenig" Post bekommen. Lauter schöne Spielsachen :) (Kreuzschienen,  Kabeltrommeln, eine USV, ...)

"Turmbau zu Kabel"

Unser Sponsor Sommer Cable stellt uns die für den Ü-Wagen benötigten Kabel bereit! Dafür möchten wir uns herzlich bedanken!

Unser Turm zu Kabel ;)

Jetzt geht's los! - 23.06.2014

Seit heute wird durch einen ilmenauer Fahrzeugbauer der Grundausbau durchgeführt. Statusupdates folgen in Kürze!

Arbeitsplatzkonzept

Dank Lost_Sync wurde unser Arbeitsplatzkonzept verbildlicht! In dem Modell kann man die groben Züge der geplanten Raumaufteilung mit Mischpulten, Monitorwand, Rechnerarbeitsplätzen uvm. erkennen! ;)

"Ja ist denn scho' Weihnachten?"

Unser Sponsor Neutrik versorgt uns mit den benötigten Steckern und Buchsen für unser Fahrzeug. Das Broadcastteam möchte sich dafür herzlich bedanken! Das finden wir spitze! 

diverseste Stecker für unser Fahrzeug!

Habemus Ü - Wagen!

Endlich ist das Fahrzeug für unseren Ü - Wagen eingetroffen und wird schon neugierig bestaunt!

"Ohne Moos nix los!"

Das gilt besonders für ein Projekt in dieser Größenordnung, welches ohne Sponsoren nicht umsetzbar wäre. Wir danken deshalb ...

 

 

Audio

Denn der gute Ton machts!


Wie wir alle wissen, sind hübsche Bilder zwar gern gesehen, doch kaum schaltet man einmal kurz den Ton ab, versteht man kaum noch was das Geflimmere zu bedeuten hat. Aus diesem Grund haben wir versucht bei unserer Betsy beim Audio neue Wege zu beschreiten. Seit der ISWIsion 2013 [1] haben wir auch in diesem Bereich versucht, die Möglichkeiten von digitalen Audiopulten zu nutzen. Solche Pulte reduzieren auf der einen Seite die Anzahl der zusätzlich benötigten Effektgeräte und bietet gleichzeitig noch mehr Möglichkeiten der Signalbearbeitung und -verteilung. Mit unserem aktuellen Pult ist es möglich 32Eingangssignale plus sechs AUX Eingänge zu verarbeiten. Das mag im ersten Moment viel klingen, ist aber notwendig um auch aufwendigeren Anforderungen Herr zu werden. Ein kleines Beispiel: Man stelle sich ein klein wirkendes Projekt vor. Nur mal eben schnell ein wenig Impro-Comedy auf iSTUFF realisieren. Und schon geht es los mit den Problemen beim Ton Routing, die mit analoger Technik nur mit einer immensen Materialschlacht zu gewinnen wären. Am Anfang rechnet man noch mit nur vier Protagonisten vor der Kamera: Vier Mikrophone - klarer Fall. Doch ach verdammt: alle zusammen müssen ja noch die Anweisungen des Spielleiters hören, und je nach Kommando auch meist nur eine Person und nicht die anderen drei. Schwubs ist man bei zwei, am liebsten natürlich kabellosen Audioverbindungen pro Schauspieler. Ach ja, das weitere Mikro für den Aufgabensteller aus der Regie und apropos Regie, der Regisseur muss ja auch noch mit seinen Kameraleuten, der Aufnahmeleitung, der Sendeleitung und natürlich dem Tonmeister reden können. Noch min. ein Mikro mehr, wir sind gemein und Berufen uns auf die erste Regel des Kameramanns: Ein Kameramann spricht nicht!. Trotzdem haben wir plötzlich von unseren 16 Ausgängen schon 12 verbraten und haben dann noch gerade so Platz für ein Signalpäärchen für die Aufzeichnung und eins für die Beschallung der Regie. Man sieht auch bei vermeintlich kleineren Unternehmungen, kann man schnell in die Predulie kommen was die Menge an Ein- und Ausgängen angeht. Auch der Aufbau geht fast wie im Nu. Wo wir früher noch dutzende Einzelleitungen oder armdicke Multicore Kabel hätten verlegen müssen, liegt nun nur noch ein einsames unscheinbares leicht vergilbtes CAT.5 Kabel [2]. Und während die Jungs und Mädels von der Videosparte noch am Koax-Kabel verlegen, meist im Regen, kann unser Tonmeister schon gemütlich im Trockenen, seines in der Küche improvisierten Tonstudios, sitzen und einen warmen Tee schlürfen beim Konfigurieren des Pultes. Und ab dem Herbst 2014 wird es noch einmal einen Tick gemütlicher. Denn mit unserem Ü-Wagen brauchen wir dann nicht einmal mehr das Audiopult durch die Gegend zu buckeln. Nur noch die digitalen Stageboxes zur Location gestellt, die bereits erwähnte Cat.5 Leitung gezogen und schon kann man sich voll und ganz mit den wichtigen Aufgaben, wie Routing, Einrichten der Mikros und dem Einpegeln der einzelnen Quellen widmen. Außerdem können bis zu 8 Tonspuren aus Videosignalen em- oder debedded werden. Warum also sich mit dem Aufhängen von extra Atmo-Mikrophonen abmühen, wenn man auch geschickt einfach die in der Kamera intergrierten verwenden kann, die sich sowieso schon vor Ort befinden. Und wenn er möchte kann der Tonmeister dies sogar direkt vor Ort mit z.B. der Studioband zusammen erledigen. Denn unsere neue Konsole lässt sich elegant per Ethernet[3] fernsteuern. Also fix das Tablet seiner Wahl angeworfen, sich im WLAN [4], was ebenfalls von der Stagebox aufgebaut wird, eingebucht und schon kann man loslegen mit der Einstellung der Monitorkanäle oder dem Pegeln des Gitarristen (natürlich inklusive der 30dB taktischen „Mach mich mal lauter ich bin noch viel zu Leise“ Reserve ;-) ). Neben der hervorragenden Eignung als Live- und Monitorpult, haben wir natürlich auch darauf Wert gelegt, auch noch etwas mehr damit anstellen zu können. So verfügt da Pult direkt, und per Anschluss an einen im Produktionsfahrzeug verbauten Computer, über das Feature als 32×32 Audio-Interface für Aufnahmen fungieren zu können. Damit haben wir auch die Möglichkeiten Betsy als mobiles Audio-Recording Fahrzeug zu verwenden oder sie an unsere lieben hsf [5] Kollegen für Radioproduktionen auszuborgen. Die brauchen nur fix einen ihrer mobilen Audio Codecs anzuschließen und los kann es gehen. Oder wir fördern vielleicht genau deine eigene Band indem wir euch mit einer hochwertigen Aufnahme zum Durchbruch verhelfen können ;-)

Für den zur Zeit angestrebten Hauptzweck als Fernsehfahrzeug, wird es darüber hinaus noch die Option geben, den Fahrerraum als Sprecherkabine nutzen zu können. Dort werden dann 2 Leute es sich gemütlich machen können und mittels Hörsprechgarnituren die Ereignisse kommentieren können, die Sie per Bildschirm präsentiert bekommen. Für ausreichend Komfort ist dann Becherhalter, Klimaanlage und verdunkelbarer Frontscheiben natürlich gesorgt. Zu guter Letzt besteht auch noch die Möglichkeit eine externe PA[6] anzuschließen, um damit z.B. die Zuschauer am Ort des Geschehens wie beim Seifenkistenrenn am Ehrenberg zu beschallen.

[1] http://www.iswision.de/iswision2013/

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Twisted-Pair-Kabel

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Ethernet

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Wlan

[5] http://www.hsf.tu-ilmenau.de/

[6] http://de.wikipedia.org/wiki/PA-Anlage

Video

"Ich mach TV!", war und ist noch immer eins unserer Mottos bei iSTUFF und Broadcast. Und was sticht natürlich dabei als erstes ins Auge? Natürlich all die hübschen Bilder, die über unseren Sender flimmern. Stehts sind wir bemüht unseren Kreativen möglichst gute Mittel an die Hand zu geben. Unsere Betsy soll dieses nun einen Schritt weiterführen als bisher. 2009 haben wir damit begonnen den langen Weg des Umstieges auf digitale Signalführung zu beschreiten. Alles begann mit den ersten zarten Experimenten mit der großen Unbekannten SDI [1], steigerte sich über einen neuen kombinierten analogen und digitalen Bildmischer 2011, hin zu neuen Kameras, Quad Splitt Lösungen für die Vorschau bis hin zu neuen Kreuzschienen in diesem Jahr.
Nunmehr sind wir kurz davor nicht nur in SD, sondern bald auch HD in funkhausfähiger Qualität produzieren zu können.
Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wird es mit unserer mobilen Produktionseinheit dann auch möglich sein einen enormen Teil der bisher nötigen Zeit für Transport, Aufbau und Abbau zu sparen. Interessierten ist es dann möglich, dank dem fixen Aufbau, sich nun voll darauf konzentrieren zu können das Maximale aus den Gerätschaften herrauszuholen. Mit den so erreichten dauerhaften Setups können wir nun noch mehr Routine entwickeln und unseren iSTUFF Formaten ein Werkzeug an die Hand zugeben, mit dem sich schneller und einfacher Sendungen an ungewöhnlichen Locations realisieren lassen.
Wie wärs mit einer Sendung Live von deinem WG Konzert? Oder einer Aufzeichnung auf dem Marktplatz? Oder der ultimativen Sendung aus Sommerloch im Sommerloch ;-) Alles was es braucht ist ein Stellplatz und eine zündende Idee.

Doch was kann unsere kleine aber feine, fahrbare Regie eigentlich alles?

In der aktuellen Ausbaustufe werden wir in der Lage sein 12 SD und zwei HD Videokanäle zu verarbeiten. Je nach Event können wir also z.B. 12 Kameras am Spielfeldrand des Finales der Campusliga auffahren. Oder wir können unsere beiden Keyer am Bildmischer mit jeweils zwei Matte Keysignalen füttern, um mit einer hübschen Effektblende auf eine unserer rechnerbasierten MAZen umzuschalten.
Ein Picture in Picture Effekt wie ihr es aus großen Unterhaltungsshows, wie Schlag den Raab kennt. Kein Problem! Oder auch abseits klassischer TV Pfade sind Veranstaltungen, wie Leinwand Bespaßungen bei Konzerten oder ein VJ'ing Setup bei der nächsten großen Party im Club denkbar.

Zu unserem aktuellen GV Indigo Bildmischer gesellen sich noch zwei P2 MAZen, so dass es auch möglich sein wird, kurzfristig vor Ort Material drehen, schneiden und gleich versenden zu können.
Die Signalverteilung erfolgt über drei Full-HD fähige Videokreuzschienen, so dass wir im Fahrzeug selber einen Quasi 58x58 3G-SDI Crosspoint und um für alles gewidmet zu sein auch noch eine kleine 16x16 FBAS Kreuzschiene haben. Um außerhalb des Fahrzeuges noch Bildschirme, Beamer oder ähnliches für z.B. die Moderatoren anschließen zu können, wird es ein spezielles Stagebox Rack geben das selber noch ein Mal über einen 20x20 Kontenpunkt verfügt. Damit steigern wir nebenbei auch die Reichweite zu unseren Kameras und können auch noch einmal mehr Geräte versorgen, als unser Multicore Kabel ansich schon zulassen würde. So können wir nach 75m vom Ü-Wagen zur Eventlocation noch mal richtig Gas geben, was gerade bei HD ein enormer Vorteil sein wird, da dort selbst mit den sehr guten Koax-Kabeln von Sommer sonst Schluss wäre.

Um all den Datenmengen Herr zu werden, soll ein zentrales NAS[2] zum Einsatz kommen. Dafür steht uns ein 9TB großes Raid System zur Verfügung, welches wie dem aktuellen Trend der Profies folgend, per vier GBit Netzwerkports angeschlossen ist. So haben wir ausreichend Perfrmance, um gleichzeitig mehrere Video-Kanäle aufzuzeichnen und auch parallel dazu Video- und Grafikdaten mit bereit zu stellen.

Zu guter Letzt wollen wir natürlich auch möglichst flexibel für echte Liveberichterstattung sein. Daher wollen wir unser bisheriges Streaming Know-How über das normale h.264 und kabelgebunde Verfahren hinaus erweiteren und versuchen über LTE[3]-Netze die Videofeeds zu unserer Sendeinfrastruktur auf dem Campus zu bekommen.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Serial_Digital_Interface
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Network_Attached_Storage
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/LTE